Gefängnis-Seelsorge als Mittel gegen Radikalisierung

Rund 40 muslimische Seelsorger sind in Österreichs Gefängnissen ehrenamtlich tätig. Laut dem zuständigen Verein fehlt es aber an Geld.

© thomas boehm

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck –Gefängnisse sind Orte, in denen sich bei Insassen Radikalisierungstendenzen zuspitzen und manifestieren können. Diese Theorie decke sich mit seinen praktischen Erfahrungen, sagt Ismail Ozan. Der Obmann des Vereins zur Förderung von muslimischen SeelsorgerInnen in Gefängnissen und Haftanstalten in Österreich sieht sich und seine rund 40 ehrenamtlichen muslimischen Seelsorger zunehmend mit dem Thema des radikalen Islamismus konfrontiert. „Im Gefängnis sitzen häufig gefährdete Personen zusammen. Oft wurden sie zu längeren Haftstrafen verurteilt und kommen im gemeinsamen Gespräch auf blöde Ideen“, sagt Ozan.

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