Ärzte versammeln sich alle zwei Wochen

Innsbruck – An die 300 Spitalsärzte sind gestern zu einer Betriebsversammlung an die Innsbrucker Klinik gekommen. Die Ärzte fordern mehr Gru...

Betriebsrat Martin Tiefenthaler rief gestern zur Versammlung.
© Böhm

Innsbruck –An die 300 Spitalsärzte sind gestern zu einer Betriebsversammlung an die Innsbrucker Klinik gekommen. Die Ärzte fordern mehr Grundgehalt. Der Unmut ist groß. Das wurde auch auf Plakaten verschriftlicht. Letztere könnten noch öfter zum Einsatz kommen. Alle zwei Wochen wollen die Ärzte zur Betriebsversammlung um 13 Uhr rufen. „Das nächste Mal wird am Aschermittwoch sein“, erklärt Martin Tiefenthaler, Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal an der Klinik. Zuständig für die Bundesärzte ist die Medizin Universität. Deren Rektorin müsste bei Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner ein höheres Grundgehalt für die Bundesärzte ausverhandeln.

Zeit zum Verhandeln habe die Universität schon noch, meint Tiefenthaler. Die Bundesärzte müssen in einem Durchrechnungszeitraum von einem halben Jahr auf 48 Wochenstunden kommen. Unverhandelbar, weil im Gesetz so vorgesehen, sei jedoch, dass Bundesärzte 30 Prozent ihrer Zeit für Forschung und Lehre aufwenden müssen. Neben dem Forschungstag gehen sich dann laut Tiefenthaler nur noch zwei Nachtdienste im Monat aus. Das verknappt das Angebot an Ärzten an der Klinik.

Bisher haben 18 Prozent der Bundesärzte unterschrieben, mehr als 48 Stunden arbeiten zu wollen. „Das ist eine vorübergehende Bereitschaft und hängt vom Verhandlungsergebnis der Universität ab“, sagt der Betriebsrat. (aheu)

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