Heinisch-Hosek will weniger Schulversuche durch mehr Autonomie

Wien (APA) - Im Hinblick auf die Kritik des Rechnungshofs an der großen Anzahl an Schulversuchen verweist das Bildungsministerium heute, Mit...

Wien (APA) - Im Hinblick auf die Kritik des Rechnungshofs an der großen Anzahl an Schulversuchen verweist das Bildungsministerium heute, Mittwoch, darauf, dass durch mehr Schulautonomie auf den Großteil der Schulversuche verzichtet werden könnte. Das Thema Schulversuche werde in der Arbeitsgruppe zur Bildungsreform behandelt.

Die aus Gabriele Heinisch-Hosek sowie Kanzleramtsminister Josef Ostermayer, den Landeshauptleuten Hans Niessl und Peter Kaiser auf SPÖ-Seite sowie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Wissenschafts-Staatssekretär Harald Mahrer und den Landeshauptleuten Erwin Pröll und Wilfried Haslauer (alle ÖVP) bestehende Arbeitsgruppe trat in der Vorwoche zum ersten Mal zusammen. Der nächste Termin findet Anfang März statt.

Kritik an der Unübersichtlichkeit der Kosten für Schulversuche weist man im Ministerium zurück. Das Kostenargument treffe nicht zu, „da alle Schulversuche als Abweichungen von Regellehrplänen streng kostenneutral sein müssen und auch nur unter diesem Aspekt genehmigt werden“. Wie Schulversuche künftig gestaltet werden und in welchem Umfang es sie überhaupt noch geben wird, hänge davon ab, wie weit die Schulautonomie gehen werde.

Die Regierung müsse in Sachen Autonomie „jetzt endlich konkret Meter machen“, so der Bildungssprecher der NEOS, Matthias Strolz. FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz zeigt „allein die Zahl von 5.367 Schulversuchen an insgesamt 2.900 Schulstandorten auf, dass von einer durchdachten und konsequenten Schulpolitik in Österreich keine Rede sein kann“.


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