Zürcher Börse schließt schwächer

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Kursverlusten geschlossen. Der Markt wurde vor allem von Gewinnmitnahme...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Kursverlusten geschlossen. Der Markt wurde vor allem von Gewinnmitnahmen bei den defensiven Schwergewichten und schwächer notierenden Zyklikern belastet. Das Sentiment wurde gleich von mehreren Faktoren belastet.

So rechnet etwa die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH in ihrer jüngsten Prognose hierzulande mit einem Abgleiten in die Rezession. Belastend wirkten aber auch Aussagen der neuen griechischen Regierung.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 1,09 Prozent tiefer auf 8.311,55 Punkte, das Tagestief lag bei 8.300,37. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,93 Prozent auf 1.208,26 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,98 Prozent auf 8.179,85 Zähler.

Im Fokus standen am Berichtstag die Roche-Titel (-2,2 Prozent auf 251,70 Franken), nachdem der Pharmariese die Zahlen fürs vergangene Geschäftsjahr vorgelegt hatte. Diese hatten die Anleger enttäuscht. Die Genussscheine konnten bis zum Handelsende die Verluste zumindest teilweise eindämmen, nachdem der Kurs im Tagestief auf 246,80 Franken abgerutscht war. Insbesondere auf der Profitabilitätsseite wurden die Erwartungen nicht ganz erfüllt. Wenig Freude bereitete zudem die nur geringfügig erhöhte Dividende sowie der relativ konservative Ausblick auf das laufende Jahr.

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Die Abgaben bei Novartis (-0,2 Prozent) fielen demgegenüber moderat aus. Im Zuge des Zahlenvorlage vom Vortag hatten JPMorgan und die Deutsche Bank wegen erwarteter Wechselkurseffekte und unsicherer Aussichten ihre Kurszielerwartungen auf 100 Franken (zuvor 110; Rating mit „Overweight“ bestätigt) beziehungsweise 82,50 Franken (95,50, „Hold“) reduziert. Dagegen erhöhten die Bank Berenberg (auf 97 von 94 Franken; „Buy“) und Morgan Stanley (auf 89 von 85 Franken; „Equalweight“) ihre Einschätzungen. Der Pharmakonzern habe ein gutes viertes Quartal 2014 gezeigt und die Schätzungen übertroffen, so der Berenberg-Analyst.

Das dritte Schwergewicht im Bunde, Nestlé, gab um 1,4 Prozent nach. Am Morgen hatten die Papiere noch die gestrigen Kursgewinne leicht ausgebaut, im späteren Handelsverlauf wurden dann die Gewinne mitgenommen.

Bei den Verlierern fanden sich auch einige Zykliker. Angeführt werden sie von Givaudan, die mit 3,7 Prozent unter den Bluechips am meisten Federn ließen. Das Unternehmen gibt an diesem Donnerstag die Jahresergebnisse bekannt. Auch Richemont (-2,1 Prozent), Sonova (-1,6 Prozent) oder Transocean (-1,1 Prozent) gaben deutlicher nach. Ebenfalls mit überdurchschnittlichen Abgaben zeigten sich die Bankentitel, angeführt von UBS (-2,0 Prozent), gefolgt von Julius Bär (-1,7 Prozent) und CS (-1,2 Prozent). Dagegen legten weitere konjunktursensitive Aktien wie Sika (+1,0 Prozent), Aryzta (+0,4 Prozent) oder Syngenta (+0,4 Prozent) zu.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA563 2015-01-28/18:29


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