Warnstreikwelle in deutscher Metallindustrie begonnen

Berlin (APA/Reuters) - In der deutschen Metallindustrie haben in der Nacht auf Donnerstag Warnstreiks begonnen. Unmittelbar nach Ablauf der ...

Berlin (APA/Reuters) - In der deutschen Metallindustrie haben in der Nacht auf Donnerstag Warnstreiks begonnen. Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht um Mitternacht legten nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall in zahlreichen Betrieben bereits mehrere Tausend Beschäftigte in der Nachtschicht vorübergehend die Arbeit nieder. Im Laufe des Tages sollen weitere Warnstreiks folgen.

Die Gewerkschaft will damit ihrer Forderung nach einer Tariferhöhung um 5,5 Prozent Nachdruck verleihen. Sie fordert für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche außerdem bessere Bedingungen für Altersteilzeit und Weiterbildung. Das erste Angebot der Arbeitgeber, die Entgelte um 2,2 Prozent zu erhöhen, hatte die IG Metall in dieser Woche abgelehnt.

Allein in Nordrhein-Westfalen hätten in 15 Betrieben mehr als 3.000 Beschäftigte nach Mitternacht die Arbeit bis zu eineinhalb Stunden ruhen lassen und vor den Werkstoren protestiert, teilte die IG Metall NRW mit. Zur größten Kundgebung seien bei zwei Ford-Werken in Köln insgesamt 1.500 Beschäftigte zusammengekommen.

Die Tarifverhandlungen werden am 6. Februar in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Die Gewerkschaft begründet ihre Forderungen mit der guten Gewinnentwicklung in vielen Unternehmen. Die Arbeitgeber halten dagegen, die Konjunkturaussichten seien sehr unsicher und eine Tariferhöhung von 5,5 Prozent deshalb völlig unangemessen.

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