Drohnen nahe französischer Atomwaffen-Basis gesichtet

Erneut sorgt der Drohnenüberflug einer Nuklearanlage für Wirbel in Frankreich. Diesmal drangen die Fluggeräte in den Sicherheitsbereich eines Atomwaffenstützpunkts im Nordwesten Frankreichs ein.

Das Atomkraftwerk Golfech.
© REUTERS/Regis Duvignau

Brest - Drohnen unbekannter Herkunft sind nahe einer Atomwaffen-Basis der französischen Streitkräfte gesichtet worden. Nach Behördenangaben vom Mittwochabend wurden die Drohnen nahe dem Stützpunkt Ile Longue auf der Halbinsel Crozon in der Bretagne ausgemacht, wo die vier Atom-U-Boote der französischen Marine stationiert sind.

Die unbemannten Fluggeräte drangen demnach in der Nacht auf Dienstag und am Dienstag selbst in den Sicherheitsbereich um den Stützpunkt im Nordwesten Frankreichs ein. Ein Sprecher der zuständigen Präfektur sagte, es seien „umgehend“ Einsatzkräfte von Militär und Gendarmerie mobilisiert worden. Die Präfektur betonte aber, die Flüge hätten „keine Gefahr“ für die Sicherheit der Anlage dargestellt. Gefunden wurden die Drohnen nicht.

In den vergangene Monaten hatten Drohnen unbekannter Herkunft immer wieder französische Atomkraftwerke und andere Nuklearanlagen überflogen. Das löste auch eine Diskussion über die Sicherheit der Atomkraftwerke in Frankreich aus. Doch nicht nur in Frankreich gibt es Probleme mit den unbemannten Fluggeräten: Erst vor wenigen Tagen legte eine Hobby-Drohne eine Bruchlandung im Garten des Weißen Hauses in Washington hin, US-Präsident Barack Obama forderte daraufhin strengere Regeln für die ferngesteuerten Fluggeräte. (APA/AFP)


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