Terrorverdächtiger von Griechenland an Belgien ausgeliefert

Brüssel (APA/AFP) - Zwei Wochen nach dem großen Antiterror-Einsatz in Belgien ist ein verdächtiger junger Mann von Griechenland an Belgien a...

Brüssel (APA/AFP) - Zwei Wochen nach dem großen Antiterror-Einsatz in Belgien ist ein verdächtiger junger Mann von Griechenland an Belgien ausgeliefert worden. Omar D. sei am Mittwoch überstellt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag in Brüssel mit. „Er ist in der Früh von einem Untersuchungsrichter der Teilnahme an Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung beschuldigt worden“, erklärte sie.

Der Mann kam in Untersuchungshaft. Am 15. Jänner hatte die Polizei bei einem Großeinsatz im ostbelgischen Verviers und in Brüssel eine mutmaßlichen Terrorzelle ausgehoben, wobei zwei Verdächtige getötet wurden. Nach Behördenangaben plante die Zelle Anschläge auf die Polizei. Sechs Verdächtige wurden seither vom Untersuchungsrichter des Terrorismus beschuldigt, der 1982 geborene Algerier Omar D. ist der siebte Beschuldigte.

Omar D. wird verschiedenen Medienberichten zufolge verdächtigt, der Kontaktmann zwischen den Verdächtigen in Belgien und deren mutmaßlichem geistigen Führer, dem Jihadisten Abdelhamid Abaaoud, gewesen zu sein. Dieser wurde in der Vergangenheit ebenfalls in Griechenland vermutet, sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Nach Angaben aus Justizkreisen in Athen hatte Omar D. seiner Auslieferung nach Belgien zugestimmt, um „seine Unschuld zu beweisen“.


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