Popmonat Februar: Bombastische Queen und zuckersüße Perry

Wien (APA) - Zwei Königinnen rahmen das Konzertgeschehen im Februar ein: Während gleich zu Monatsbeginn Queen mit Adam Lambert in die Wiener...

Wien (APA) - Zwei Königinnen rahmen das Konzertgeschehen im Februar ein: Während gleich zu Monatsbeginn Queen mit Adam Lambert in die Wiener Stadthalle kommen, wird ebendort gut drei Wochen später mit Katy Perry die Herrscherin der zuckersüßen Popwelt Hof halten. Dazwischen reicht die Auswahl von Faserschmeichler Lionel Richie über elektronischen Indie von Alt-J bis zu einem Element of Crime-Doppel.

Das Gastspiel der beiden verbliebenen Queen-Mitglieder Brian May und Roger Taylor mit Gastsänger Adam Lambert am 1. Februar ist beileibe nicht der einzige Termin, den sich Anhänger der britischen Rock-Legende dick im Kalender markieren sollten: Noch bis 1. März ist nämlich Ben Eltons Musical-Hommage „We Will Rock You“ in Wien zu sehen. Zwar nicht mit biografischem Anspruch, aber dafür prall gefüllt mit gut 30 Klassikern der Band.

Ähnliches darf man sich von Lionel Richie erwarten: Der US-Soulsänger ist aktuell immerhin mit seiner „All The Hits, All Night Long“-Tour unterwegs und lässt in diesem Rahmen auch die Wiener Stadthalle nicht aus (14. Februar). Musikalisch verwandt, wenngleich eine Nummer kleiner kommt hingegen Marlon Roudette daher, der am selben Tag in der Ottakringer Brauerei Stücke seiner Platte „Electric Soul“ vorstellen wird. Bereits am 3. Februar präsentiert die heimische Sängerin Lia Pale im Porgy & Bess ihr neues Album „My Poet‘s Love“.

Entfernt man sich etwas weiter vom Klang mit kommerziellem Anstrich, reißt der Publikumszuspruch keineswegs ab: Bestes Beispiel dafür ist die britische Formation Alt-J, deren Wien-Konzert im Gasometer am 16. Februar seit Wochen ausverkauft ist. Tags darauf wird dort das deutsche Duo Milky Chance aufspielen und nicht nur seinen großen Hit „Stolen Dance“ zum Besten geben. Den Konzert-Hattrick in den ehemaligen Gasbehältern vervollständigt am 18. Februar die Chemnitzer Band Kraftklub, die sich zwar seit dem Vorjahr „In Schwarz“ präsentiert, aber immer noch für unterhaltsamen Rock steht.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Augenzwinkernde Ironie und sehnsüchtige Melancholie bekommt man wiederum bei Element of Crime serviert: Die Gruppe rund um Sänger und Autor Sven Regener liefert nun seit mehr als 20 Jahren solide bis großartige Songs, ergründete im Vorjahr beispielsweise „Lieblingsfarben und Tiere“ und spielt am 21. und 22. Februar im Wiener Gasometer. Stilistisch verwandt erscheint auch der Alternative-Country von Lambchop: Kurt Wagner und Co haben für ihre aktuelle Tour den Fokus auf das 2000er Album „Nixon“ gelegt, das auch im Wiener WUK (6. Februar) in kompletter Länge erklingen soll. Ein etwas anderes Hip-Hop-Verständnis legen wiederum DJ Shadow & Cut Chemist am Folgetag in der Ottakringer Brauerei an den Tag und bieten Kopfnicker-Beats mit Anspruch.

„Primitive and Deadly“ scheint als Beschreibung für den Sound von Earth nicht ganz verfehlt: Die US-Drone-Band, die das Genre mitbegründet hat, stellt ihr so betiteltes, aktuelles Album, ein gut 50-minütiger Monolith aus schleppenden Drums und dröhnenden Gitarren, am 2. Februar in der Arena vor. Dort zelebrieren Mantar am 17. Februar eine etwas schnellere Version des Metal, passend zur Eigenbeschreibung auf der Homepage: „No gimmicks, no image, pure rage“. Und dass Classic Rock und Humor bestens zusammenpassen, stellen Tenacious D am 5. Februar im Gasometer unter Beweis.

Mit Katy Perry findet der Konzertreigen im Februar schließlich einen angemessenen Höhepunkt, wie schon ein Blick auf die Zahlen zu ihrer aktuellen „The Prismatic World Tour“ zeigt: Seit Mai des Vorjahres ist die US-Popsängerin mit Hits wie „Firework“ oder „Teenage Dream“ sowie einer aufwendigen Bühnenshow unterwegs und wird bis zum Ende der Konzertreise knapp 130 Auftritte absolviert haben. In Wien begleitet sie am 26. Februar in der Stadthalle die britische Sängerin Charli XCX. Der Abend verspricht also ein popmusikalischer Rundumschlag auf der Höhe der Zeit zu werden.


Kommentieren