UN: Libyen-Gespräche sollen im Bürgerkriegsland fortgesetzt werden

Genf/Tripolis (APA/dpa) - Die Konfliktparteien im libyschen Bürgerkrieg haben sich unter Hilfe der Vereinten Nationen (UN) auf neue Gespräch...

Genf/Tripolis (APA/dpa) - Die Konfliktparteien im libyschen Bürgerkrieg haben sich unter Hilfe der Vereinten Nationen (UN) auf neue Gespräche in dem nordafrikanischen Land geeinigt. Bisher trafen sich Vertreter der Konfliktparteien in Genf, nun solle ausgelotet werden, ob erweiterte Friedensgespräche in dem Bürgerkriegsland selbst möglich sind, gab die UN-Mission in Libyen (UNSMIL) in einer Erklärung am Donnerstag bekannt.

In Libyen kämpfen seit Monaten mehrere Milizen um die Macht in dem ölreichen Land. Darunter sind jihadistische Gruppen, aber auch zwei zu unterschiedlichen Regierungen gehörende Milizen. Eine international anerkannte Regierung sitzt im ostlibyschen Tobruk, eine radikal-islamistische Gegenregierung in der Hauptstadt Tripolis.

Die Tripolis-Regierung blieb den Gesprächen in Genf bisher fern. Stattdessen schlugen Vertreter eine neue Runde im Land selbst vor, allerdings im Einflussgebiet von Tripolis. Die Politiker aus Tobruk lehnten solch ein Treffen zunächst ab. Nach UN-Angaben wird nun ein Ort gesucht, an dem alle Vertreter zusammenkommen können.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA395 2015-01-29/13:58


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