Deutsche Steuerquellen sprudelten zum Jahresende besonders stark

Berlin (APA/Reuters) - Die Steuereinnahmen des deutschen Fiskus sind im Dezember dank einer relativ günstigen Wirtschaftsentwicklung noch ei...

Berlin (APA/Reuters) - Die Steuereinnahmen des deutschen Fiskus sind im Dezember dank einer relativ günstigen Wirtschaftsentwicklung noch einmal kräftig gewachsen und haben erstmals seit 1969 einen Bundesetat ohne neue Schulden ermöglicht. Im Dezember 2014 flossen nach Angaben des deutschen Finanzministeriums vom Freitag mit 81,5 Milliarden Euro 8,3 Prozent mehr Steuergelder in die Kassen von Bund und Ländern.

Damit lagen die Steuereinnahmen im gesamten Jahr mit 593,039 Milliarden um vier Prozent über dem Vorjahr und um knapp drei Milliarden Euro über dem Wert der letzten Steuerschätzung.

Die hohe Zuwachsrate im Dezember ist dem Monatsbericht des Ministeriums zufolge auch auf Sondereffekte zurückzuführen. So profitierten die Steuerbehörden von der Rückzahlung der Kernbrennstoffsteuer als Folge eines Urteils des deutschen Bundesfinanzhofes. Daneben habe es bei den Ertragssteuern Einmal-Entwicklungen gegeben.

Besonders kräftig sprudelten die Steuerquellen zum Jahresende beim Bund. Der verzeichnete einen Anstieg um 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, während das Plus für die Länder mit 5,1 Prozent geringer ausfiel. Träger der Aufwärtsentwicklung waren vor allem die Lohnsteuer und die gewinnabhängigen Steuern. Über das Gesamtjahr gesehen verzeichneten Bund wie Länder mit jeweils gut vier Prozent einen ähnlichen Einnahmenanstieg.

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Bei der Wirtschaftsentwicklung sei die „leichte Schwächephase vom Sommer 2014“ überwunden, schrieb Finanzstaatssekretär Thomas Steffen im Vorwort zu dem Bericht.


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