Prozess wegen lauter Linzer Kirchenglocken am 6. Februar

Linz (APA) - Der Prozess nach der Klage eines Anrainers gegen die nächtlichen Glockenschläge des Linzer Mariendoms findet am 6. Februar stat...

Linz (APA) - Der Prozess nach der Klage eines Anrainers gegen die nächtlichen Glockenschläge des Linzer Mariendoms findet am 6. Februar statt. Wegen der „unzumutbaren Lärmbelästigung“ leide er an Schlafmangel, Konzentrationsstörungen und Erschöpfungszuständen, so der Mann. Die Unterlassungsklage, die im Landesgericht verhandelt wird, hat einen Streitwert von 20.000 Euro, so das „Neue Volksblatt“ am Freitag.

Die Glocken würden seinem Mandanten nicht nur den Schlaf rauben, es komme auch zu einer Gesundheitsgefährdung, so dessen Anwalt Wolfgang List: Privat beauftragte Lärmmessungen hätten gezeigt, dass von Montag bis Samstag täglich insgesamt rund eine Stunde geläutet wird, am Sonntag sogar eineinhalb Stunden. Die Argumente der Diözese - u.a., dass es sich um „eine gewachsene Tradition mit eigenständiger und kultureller und religiöser Bedeutung“ handle, die seit 112 Jahren zum „akustischen Stadtbild“ gehöre - will er nicht gelten lassen. Die Klage zielt darauf ab, dass die Pfarre künftig von 22.00 bis 6.00 Uhr sämtliches Glocken- und Turmuhrläuten unterlassen muss - mit Ausnahme besonderer Feiertage.


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