Skispringen: Iraschko-Stolz führt starkes ÖSV-Team in Hinzenbach an

Wien/Hinzenbach (APA) - Erstmals als alleinige Trägerin des Gelben Trikots kommt Daniela Iraschko-Stolz zu den Weltcup-Heimbewerben am Woche...

Wien/Hinzenbach (APA) - Erstmals als alleinige Trägerin des Gelben Trikots kommt Daniela Iraschko-Stolz zu den Weltcup-Heimbewerben am Wochenende in Hinzenbach. Die 31-Jährige führt das starke ÖSV-Skisprungteam der Damen an. Im Vorjahr war die in Tirol lebende Steirerin zweimal Zweite hinter der späteren Gesamtsiegerin Sara Takanashi aus Japan.

Nach dem Doppelsieg zuletzt in Oberstdorf und zwei zweiten Plätzen kommt Iraschko-Stolz voller Selbstvertrauen zur fünften Station. „Meine Sprünge sind recht konstant auf einem hohen Niveau“, sagte die Olympia-Zweite. Sie war vor den Heimbewerben sehr gefragt. Angesichts der guten Form sei ein Sprungtraining aber auch gar nicht so notwendig gewesen, meinte Iraschko-Stolz.

Auf die Besonderheiten der Schanze in der Nähe von Eferding wollte sie sich in den ersten Sprüngen einstellen. „Bei dem flachen Anlauf war ich früher im Timing öfter unsauber. Aber ich glaube, dass ich damit heuer weniger Probleme haben werde“, erklärte die Eisenerzerin gegenüber der APA.

An die WM verschwendet die Weltmeisterin von Oslo 2011 noch keinen Gedanken. „Da gibt es zuerst noch andere Dinge zu erledigen.“ Wie die Verteidigung der Weltcupführung auf den kommenden drei Stationen vor den Titelkämpfen in Falun.

Danach folgt nur noch der Großschanzenbewerb in Oslo als Finale. „Darauf freue ich mich ganz besonders“, erklärte die Fliegerin, die mit 200 Metern auf der Kulm-Schanze 2003 Weitenrekord für Frauen erzielt hatte.

Im Vorjahr hatte sie mit Olympia-Silber ein brillantes Comeback nach einem Kreuzbandriss geschafft und im laufenden WM-Winter gelang mit neuem Coach Andreas Felder eine weitere Steigerung. „Die Chemie hat von Anfang an gepasst, Andi ist ein sensationell guter Trainer“, meinte Iraschko-Stolz.

Was die weitere Laufbahn betrifft, so plant die „Grande Dame“ des Skispringens nur von Jahr zu Jahr. Aber wenn die Gesundheit mitspiele, könne sie sich sogar eine Fortsetzung bis zu den Winterspielen 2018 vorstellen, sagte Iraschko-Stolz. „Denn eine Karriere im Skispringen ist einfach das Coolste, das man machen kann.“

Jacqueline Seifriedsberger hatte die Winterspiele in Sotschi wegen eines Kreuzbandrisses verpasst, doch die WM-Dritte von 2013 hat wieder den Anschluss gefunden. Nach drei vierten Plätzen peilt die 24-jährige Oberösterreicherin den ersten Podestplatz an. Den hat die 17-jährige Chiara Hölzl in Sapporo schon geschafft, Newcomerin Eva Pinkelnig war mit den Rängen vier, fünf und sechs auch schon nahe dran.


Kommentieren