Über 50 Tote bei Anschläge in Pakistan und dem Irak

Allein bei einem Doppelanschlag in Bagdad kamen mindestens 44 Menschen ums Leben.

Rauch steigt nach einer Explosion im Zentrum von Bagdad auf.
© REUTERS

Bagdad/Islamabad – Bei einem Doppelanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind laut Medienberichten mindestens 44 Menschen getötet worden. Wie das Nachrichtenportal „Sumaria News“ berichtete, explodierten die Sprengsätze auf einem zentralen Markt, auf dem auch gebrauchte Militäruniformen verkauft werden. Mindestens 70 Menschen wurden demnach verletzt.

Unter den Opfern seien auch Sicherheitskräfte. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Im Irak sowie in Syrien hat die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) große Landstriche unter ihrer Kontrolle.

Anschlag auf Moschee in Pakistan

Bei einem Bombenschlag auf eine schiitische Moschee in der südpakistanischen Stadt Shikarpur sind am Freitag mindestens 20 Gläubige ums Leben gekommen. Mehr als 40 weitere seien bei dem Attentat in der Provinz Sindh verletzt worden, teilten Polizei und Ärzte eines Krankenhauses mit. Der Sprengsatz sei während des Freitagsgebets explodiert, hieß es.

Etwa 20 Prozent der Pakistaner sind Schiiten. Sunnitische Extremisten verüben immer wieder Anschläge auf die Minderheit. Sie halten Schiiten für Abtrünnige.

Vor rund drei Wochen hatte ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag auf eine Moschee in der nordpakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen. Der Attentäter hatte sich vor dem Eingang der Moschee in die Luft gesprengt.

Es war der schwerste Anschlag gegen Schiiten in Pakistan seit einem Jahr. Am 22. Jänner 2014 waren bei einem Anschlag auf einen Pilgerbus in der südwestlichen Provinz Belutschistan 24 schiitische Pilger getötet worden. (APA/dpa)


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