Steirische Holzhandelsfirma insolvent: Preisverfall als Ursache

Graz (APA) - Die oststeirische Müllner-Holz-Handelsgesellschaft hat am Freitag am Grazer Handelsgericht Insolvenz angemeldet und einen Sanie...

Graz (APA) - Die oststeirische Müllner-Holz-Handelsgesellschaft hat am Freitag am Grazer Handelsgericht Insolvenz angemeldet und einen Sanierungsantrag gestellt, so die Kreditschützer AKV, Creditreform und KSV. Betroffen sind 16 Beschäftigte, die Überschuldung beläuft sich auf rund 0,5 Mio. Euro. Insolvenzursache soll u.a. das Überangebot an Bruchholz am Markt und daraus folgende geringe Preise gewesen sein.

Die Müllner-Holz-Handels GmbH in Kaindorf im oststeirischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld hat laut Kreditschützern Passiva von 1,84 Mio. und Aktiva von rund 1,35 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von rund 0,5 Mio. Euro. Die Aktiva sollen sich insbesondere aus Liegenschaftsvermögen sowie dem Lagerwert zusammensetzen. Das Unternehmen hat bei Jahresumsätzen von rund 3 Mio. Euro im Schnitt in den vergangenen Jahren - wenn überhaupt - lediglich geringe Gewinne erwirtschaftet.

Die Insolvenzursachen liegen dem Unternehmen zufolge in einem Preisverfall für Holz. Zu kämpfen hatte man mit den Wetterlagen der vergangenen Jahre bzw. in zu großen europaweiten Windwürfen, welche zu einem Überangebot an Holz auf dem Markt geführt haben. Aus diesem Grund hätten sich die Preise insbesondere im Energieholzsektor negativ entwickelt. Aufgrund der schlechten Witterung in den vergangenen Wochen sollen zudem Arbeiten in den betriebseigenen Wäldern nicht mehr möglich gewesen sein.

Es wird eine Weiterführung des Unternehmens angestrebt, dabei soll der Personalstand von 16 auf 8 bis 10 Dienstnehmer gesenkt werden. Des Weiteren soll der Teilbereich „Energieholz“ geschlossen und die Tätigkeit auf die Geschäftsfelder Industrieholz sowie Brennholzverkauf konzentriert werden.

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Der Sanierungsplan sieht eine Quote von 20 Prozent vor, wovon 5 Prozent binnen vier Wochen ab rechtskräftigem Sanierungsplans auszuschütten sind. Weitere 7 Prozent sind nach zwölf Monaten und die restlichen 8 Prozent 24 Monate nach Annahme des Plans fällig.


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