Postfinance führt Negativzinsen für Größtkunden und Banken ein

Bern (APA/sda) - Auch die Postfinance reicht die Negativzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) an ihre größten Kunden und an Banken w...

Bern (APA/sda) - Auch die Postfinance reicht die Negativzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) an ihre größten Kunden und an Banken weiter. Ab einem gewissen Schwellenwert, der individuell zugeschnitten ist, müssen diese ab nächster Woche einen Zins von 1 Prozent bezahlen.

„Die Maßnahmen von Postfinance konzentrieren sich ganz bewusst auf Größtkunden und Banken, die Gelder zur Postfinance transferieren, die keinen Bezug zum Zahlungsverkehr haben“, teilte die Post-Tochter am Freitag in einer Aussendung mit. „Privatkunden sowie die meisten Geschäftskunden werden aus heutiger Sicht keine Guthabengebühr bezahlen müssen.“

Als weitere Maßnahme führt die Postfinance auf Geschäftskonten eine Verzinsungslimite von 10 Mio. Franken (9,6 Mio. Euro) ein. „Guthaben, die diesen Wert übersteigen, werden bis auf Weiteres nicht mehr verzinst“, erklärte die Postfinance.

Denn die Postfinance sei von den SNB-Negativzinsen von 0,75 Prozent direkt betroffen, die seit dem 22. Jänner gälten. Sie müsse auf einem Teil ihres Giroguthabens Negativzinsen bezahlen, hieß es weiter.

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Die SNB will mit den Negativzinsen erreichen, dass internationale Anleger weniger Geld in der Schweiz parkieren - und der Aufwertungsdruck auf den Franken nachlässt. Bei den Negativzinsen gewährt die Nationalbank den Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltern, die bei ihr Konten haben, Freibeträge. Einlagen unter 10 Mio. Franken oder unter dem 20-Fachen der gesetzlichen geforderten Mindestreserven müssen nicht verzinst werden.

Vor der Postfinance hatten bereits die UBS, die ZKB, die Credit Suisse (CS) und die Genfer Privatbank Lombard Odier angekündigt, Negativzinsen einzuführen. Andere Finanzinstitute wie die Migros-Bank erwägen ebenfalls die Einführung von solchen Strafzinsen für Großkunden.


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