Schlafen muss nicht jeder hören

Das nächtliche Pfeifen, Rasseln und Sägen im Bett ist mehr als nur ein Schlafhindernis für den Partner. Spätestens wenn Atemaussetzer im Spiel sind, sollten Schnarcher zum Arzt. Die therapeutische Palette reicht von einfachen Hilfen bis zu Operationen, erklärt der Lienzer HNO-Primar Kurt Freudenschuss

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Das Schnarchen kann schon bei Kindern auftreten, besonders verbreitet ist es aber „im mittleren und höheren Lebensalter“, weiß Kurt Freudenschuss, der Leiter der HNO-Abteilung und Schnarch­ambulanz im Bezirkskrankenhaus Lienz. Je nach Quelle schlafen 20 bis 46 Prozent der Männer und acht bis 25 Prozent der Frauen mit Begleitgeräuschen. Dahinter stecken häufig Engstellen im Bereich der Atemwege. Das kann eine verkrümmte Nasenscheidewand ebenso sein wie vergrößerte Mandeln oder Polypen. Eine Rolle spielt aber auch die Entspannung im Schlaf, die z. B. das Gaumensegel und Zäpfchen flattern lässt. Fettablagerungen durch Übergewicht können vorhandene Engstellen verschärfen – und Medikamente und Alkohol die Muskelerschlaffung. Das erklärt, warum Gewichtsabnahme und Alkoholverzicht in der Therapie wichtig sind.

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