Conti nahm letzte Hürde bei Veyance-Übernahme

Hannover (APA/Reuters) - Continental hat den milliardenschweren Kauf des US-Kunststoff- und Kautschukspezialisten Veyance nach Verzögerungen...

Hannover (APA/Reuters) - Continental hat den milliardenschweren Kauf des US-Kunststoff- und Kautschukspezialisten Veyance nach Verzögerungen unter Dach und Fach gebracht. Die letzte Hürde sei überwunden, nachdem die Kartellbehörden in Brasilien die Transaktion genehmigt hätten, teilte der Autozulieferer aus Hannover am Freitagabend mit.

Dabei sei der Verkauf des Geschäfts mit Stahlseil-Fördergurten in Brasilien zur Auflage gemacht worden. Zuvor hatten bereits alle anderen Kartellbehörden dem 1,4 Mrd. Euro schweren Deal zugestimmt. Der Zukauf soll bei der Tochter ContiTech eingegliedert werden und somit das Geschäft außerhalb der Automobilindustrie stärken.

Auf Geheiß der Behörden in den USA und Kanada muss sich Veyance bereits von seiner Luftfeder-Sparte trennen. Dadurch soll verhindert werden, dass die Industriesparte ContiTech zusammen mit Veyance in Nordamerika eine marktbeherrschende Stellung bekommt. Conti sucht derzeit einen Käufer für die Sparte. Ein Abschluss wird spätestens bis zur Jahresmitte erwartet. Die beiden Sparten, die Conti verkaufen muss, haben zusammen einen Umsatz von 100 Mio. Euro.

Der Dax-Konzern hatte sich vor einem Jahr mit dem US-Finanzinvestor Carlyle über den Kauf von Veyance geeinigt und wartete seither auf die Freigabe.

~ ISIN DE0005439004 WEB http://www.conti-online.com ~ APA581 2015-01-30/18:11


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