Merkel sprach sich für Verbleib Griechenlands in der Eurozone aus

Athen/Berlin (APA/Reuters/AFP) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausges...

Athen/Berlin (APA/Reuters/AFP) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen. Sie knüpfte aber gleichzeitig weitere Hilfen an eine Fortsetzung der Reformpolitik.

„Europa wird auch weiterhin Solidarität für Griechenland wie auch andere besonders von der Krise betroffene Länder zeigen, wenn diese Länder eigene Reform- und Sparanstrengungen unternehmen“, sagte Merkel im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ (Wochenend-Ausgabe). Die EU werde ihre Reformpolitik fortsetzen. Ziel sei es nach wie vor, dass Griechenland dauerhaft Teil der Euro-Gemeinschaft bleibe.

Die Europäische Zentralbank (EZB) könne im Rahmen ihres Mandats eigenständige Maßnahmen ergreifen, wie den Kauf von Staatsanleihen, sagte Merkel. „Klar ist aber, dass das Geld der EZB eine konsequente Reformpolitik in den Euroländern nicht ersetzt.“ Einen Schuldenschnitt lehnte die deutsche Regierungschefin erneut ab. Griechenland seien von den Banken bereits Milliarden erlassen worden.

Am Freitag hatte der neue griechische Finanzminister Yanis (Giannis) Varoufakis die Zusammenarbeit mit der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank aufgekündigt. Die hat bisher für die internationalen Geldgeber Hilfen und Auflagen mit dem Land ausgehandelt. Damit löse die neue Regierung ihre Wahlversprechen ein, erläuterte der Minister.

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Das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, die deutsche Regierung sei bereit, Athen ein weiteres Hilfsprogramm in der Höhe von bis zu 20 Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsschirm zu gewähren - unter der Voraussetzung, dass Premier Alexis Tsipras Reformauflagen akzeptiere und sich der Aufsicht durch die EU-Troika unterwerfe.


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