Verteidigungsminister: Kein Platz in der Armee für Ex-FARC-Kämpfer

Bogota (APA/AFP) - Der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzon hat sich gegen die Aufnahme ehemaliger FARC-Kämpfer in die Ar...

Bogota (APA/AFP) - Der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzon hat sich gegen die Aufnahme ehemaliger FARC-Kämpfer in die Armee ausgesprochen. Sollte es zu einem Friedensabkommen mit der Rebellengruppe kommen, würden Ex-Mitglieder der Guerilla keine Rolle bei den kolumbianischen Sicherheitskräften spielen, sagte Pinzon am Freitag bei einem Diskussionsforum in der US-Hauptstadt Washington.

Auch wenn die FARC-Rebellen eines Tages ihre Waffen niederlegten, sei Kolumbien weiterhin auf eine schlagkräftige und verlässliche Armee angewiesen. „Das Militär muss die Sicherheit garantieren und das Friedensabkommen absichern“, sagte Pinzon.

Die Debatten über eine Eingliederung ehemaliger FARC-Kämpfer in die Armee oder die Polizei war von Präsident Juan Manuel Santos losgetreten worden. Der Staatschef hatte einen solchen Schritt am Dienstag bei einem Besuch in Paris nicht ausgeschlossen. Die kolumbianische Regierung verhandelt mit der Guerillagruppe seit November 2012 über ein Friedensabkommen.

Die „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia/FARC) kämpfen seit dem Jahr 1964 gegen Großgrundbesitzer und die Regierung. Die Guerilla hat noch etwa 8.000 Kämpferinnen und Kämpfer unter Waffen. Amtlichen Angaben zufolge wurden in dem längsten bewaffneten Konflikt Lateinamerikas etwa 220.000 Menschen getötet; 5,3 Millionen Menschen ergriffen vor den Kämpfen die Flucht.


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