Ukraine - Russland sendete offenbar erneut Lkw-Konvoi in Krisenregion

Moskau (APA/dpa) - Gegen den Protest der Ukraine hat Russland den mittlerweile zwölften Lastwagenkonvoi in das Kriegsgebiet Donbass geschick...

Moskau (APA/dpa) - Gegen den Protest der Ukraine hat Russland den mittlerweile zwölften Lastwagenkonvoi in das Kriegsgebiet Donbass geschickt. Etwa 170 Fahrzeuge überquerten am Samstag der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge die Grenze und trafen in den Separatistenhochburgen Donezk und Luhansk (Lugansk) ein.

Die Lastwagen hätten rund 1.500 Tonnen Hilfsgüter geladen, sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums in Moskau. Er machte eine Wirtschaftsblockade der ukrainischen Führung für die schwere humanitäre Lage in der Unruheregion verantwortlich.

Die prowestliche Führung in Kiew kritisierte den Konvoi als groben Verstoß gegen die staatliche Souveränität. „Wir nehmen eine solche Hilfe nur unter Vermittlung internationaler Organisationen an“, sagte Außenamtssprecher Jewgeni Perebijnis. Kiew befürchtet, dass Moskau den Separatisten Waffen schicken könnte. Russland weist dies zurück.

Dem russischen Zivilschutzministerium zufolge beobachteten Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) den Konvoi. Von der OSZE lag dafür zunächst keine Bestätigung vor.

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Das ukrainische Militär und die Aufständischen beschuldigten sich erneut gegenseitig, Stellungen beschossen zu haben. In den vergangenen Tagen seien 15 Soldaten getötet und 30 verletzt worden, sagte Verteidigungsminister Stepan Poltorak am Samstag in Kiew.


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