Lucke will allein an die Spitze der „Alternative für Deutschland“

Bremen (APA/dpa) - Der Vorsitzende der AfD, Bernd Lucke, hat beim Bundesparteitag der Alternative für Deutschland für einen alleinigen Parte...

Bremen (APA/dpa) - Der Vorsitzende der AfD, Bernd Lucke, hat beim Bundesparteitag der Alternative für Deutschland für einen alleinigen Parteivorsitz geworben. Lucke sagte am Samstag vor 1675 AfD-Mitgliedern in Bremen, die Partei müsse künftig professioneller geführt werden, von einem einzigen Vorsitzenden, mit einem Generalsekretär als „rechte Hand“.

„Wir sind kein Kegelclub oder Kaninchenzüchterverein“, betonte Lucke. Der Bundesvorstand der jungen Partei habe bisher aufgrund der komplizierten Führungsstruktur „stümperhaft“ gearbeitet.

Die sächsische Landesvorsitzende Frauke Petry lobte Luckes „aufopferungsvolle“ Arbeit für die Partei, widersprach ihm jedoch in einzelnen Punkten. Petry sagte: „Ich möchte dafür werben, dass wir Diskussionen nicht abwürgen.“

Bisher hat die AfD eine Dreierspitze. Neben Lucke gehören dazu Petry und der Publizist Konrad Adam, der am Samstag beklagte, er habe sich zuletzt als Vorstandsmitglied „zweiter Klasse“ gefühlt. Der Vorstand hatte Mitte Januar nach monatelangem Streit einen Kompromissvorschlag gefunden, der ab April eine Zweierspitze vorsieht. Ab Dezember soll die rechtskonservative Partei dann nur noch einen einzigen Vorsitzenden haben. Der Parteitag wollte am Nachmittag darüber abstimmen.

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