Drei Lawinenabgänge im Tennengau endeten glimpflich

Mühlbach am Hochkönig/Scheffau/Abtenau (APA) - Drei Lawinenabgänge innerhalb von 24 Stunden am Freitag und Samstag im Tennengau in Salzburg ...

Mühlbach am Hochkönig/Scheffau/Abtenau (APA) - Drei Lawinenabgänge innerhalb von 24 Stunden am Freitag und Samstag im Tennengau in Salzburg haben glimpflich geendet. Alle vier Verschütteten überlebten, wie die Landespolizeidirektion und die Bergrettung auf APA-Anfrage mitteilten. Der Lawinenwarndienst des Landes Salzburg hatte auf seiner Homepage den unmissverständlichen Hinweis: „Scharfe Gefahrenstufe 3 ab der Waldgrenze. Heikel!“

Am Samstag erfasste eine Lawine am sogenannten „Kniebeisser“ in rund 2.600 Meter Höhe in Mühlbach am Hochkönig einen Tourengeher. Seine Begleiter fanden ihn nach kurzer Zeit verletzt, aber lebend. Die bereits ausgerückte Bergrettung rückte wieder ein. Das Lawinenopfer wurde mit einem Hubschrauber ins Spital Schwarzach im Pongau geflogen.

Zuvor war am 1.919 Meter hohen Hochtörl im Gemeindegebiet von Scheffau am Tennengebirge im Bezirk Hallein eine Person von einem großen und an dieser Stelle ungewöhnlichen Schneebrett rund 300 Meter in die Tiefe mitgerissen worden. Sein Begleiter konnte zunächst kein Signal des Lawinenpieps empfangen. Zufällig waren aber Bergretter auf einer privaten Tour in der Nähe unterwegs. Sie fuhren zu dem Unglücksort ab. In einer Rettungsaktion, an der weitere Bergretter, Suchhunde und auch ein Hubschrauber beteiligt waren, konnte das Opfer nach gefährlich langer Zeit gefunden werden. Der Mann war unterkühlt aber ansprechbar. Er wurde in das Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen.

Schon am Freitag wurden zwei Innviertler am Gipfelhang des Hohen Zinken in Abtenau von einem Schneebrett nur teilweise verschüttet. Sie konnten sich selbst aus den Schneemassen befreien. Das Duo schlug sich zu einer Hütte durch. Von dort fuhr einer ins Tal ab, der andere blieb zurück. Die Bergrettung brachte ihn am Abend geschwächt, leicht unterkühlt, jedoch unverletzt in Sicherheit.


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