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Ski-WM: US-Alpinchef Riml hofft auf neuerliche Medaillenflut

Vail (Colorado)/Beaver Creek (Colorado) (APA) - „Best in the World“ - Der selbstbewusste Leitspruch des US-Skiteams soll nach der Medaillenf...

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Vail (Colorado)/Beaver Creek (Colorado) (APA) - „Best in the World“ - Der selbstbewusste Leitspruch des US-Skiteams soll nach der Medaillenflut 2013 in Schladming auch 2015 bei der Heim-WM in Vail/Beaver Creek Gültigkeit haben. „Unser Ziel ist ganz klar, wieder die stärkste Nation bei der WM zu sein. Da brauchen wir nicht lange herum reden“, meinte der Tiroler Patrick Riml, der seit 2010 als Alpinchef der US-Mannschaft arbeitet.

Für dieses Ziel werde man zumindest fünf bis sieben Medaillen brauchen, die meisten davon am besten in Gold. Riml kann dabei auf eine wahre Startruppe setzen. „Ja, das ist wahrscheinlich das stärkste US-Team aller Zeiten bei einem Großereignis“, merkte der Ötztaler angesichts von Erfolgsgaranten wie Lindsey Vonn, Bode Miller, Ted Ligety, Mikaela Shiffrin oder Julia Mancuso an.

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Rimls optimistische Prognosen sollen genauso wenig wie die Tatsache der Heim-WM als zusätzlicher Druck angesehen werden. „Einfach rausgehen und das Beste geben. Das ist unser Ziel, dann kommt am Ende der Tages auch etwas heraus. Unsere Athleten sehen die Heim-WM nicht als Druck, sondern als Chance, ihren Sport in ihrer Heimat zu pushen“, sagte Riml.

Auch von Miller, der am Mittwoch im Super-G sein erstes Rennen in diesem Winter bestreiten wird, könne man sich laut Riml einiges erwarten. „Bode ist ein genialer Skifahrer. Wenn es seine Gesundheit erlaubt, dann ist er jederzeit für eine Medaille gut.“ Ligety, der dreifache Weltmeister von Schladming, sei zwar in den vergangenen Monaten ein wenig in ein Loch gefallen. „Ted hat aber in den vergangenen Wochen extrem hart an sich und dem Material gearbeitet“, merkte Riml an.

„Und bei den Damen ist mit Lindsey die absolute Teamleaderin zurück. An ihr können sich alle Kolleginnen aufrichten. Mikaela fährt in beeindruckender Form und Julia ist bei einem Großereignis sowieso immer alles zuzutrauen“, so Riml.

Im Frühjahr 2014 wäre Riml um ein Haar als Cheftrainer der Herren beim ÖSV gelandet. Doch der Söldener, der die Nachfolge von Mathias Berthold antreten hätte sollen, entschied sich dagegen. „Es war keine leichte Entscheidung für mich und meine Familie. Das Angebot war zweifelsohne sehr reizvoll. Aber ich hatte das Gefühl, dass das Kapitel USA für mich noch nicht beendet ist.“

Ein Transfer zum ÖSV scheint in den kommenden Jahren wahrscheinlich, ist jedoch alles andere als fix. Nicht zuletzt punkto Strukturen will Riml noch einiges verändern. „In Österreich kostet ein Skigymnasium pro Jahr 4.500 Euro, in den USA 45.000 Euro. Alles ist teurer. Und die Wege sind extrem weit. In Österreich fährt man einfach schnell zum Training auf einen Gletscher, in den USA muss man dafür fast immer ins Flugzeug steigen.“ Mit einer ins Trainingszentrum in Park City integrierten Schule wurde dabei laut Riml ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht.

In Ungnade ist bei Riml unterdessen Roland Pfeifer gefallen. Der Vorarlberger arbeitete im Betreuerteam von Shiffrin, wurde jedoch nach Unstimmigkeiten abgezogen. „Wir haben ganz klare Vorgaben. Der Athlet steht im Vordergrund, nicht der Trainer oder irgendjemand anderer. Wer das nicht befolgt, hat in unserem Team nichts verloren“, meinte Riml.


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