Entgeltliche Einschaltung

Viel Licht lindert Burn-out-Symptome

Psychologen der Uni Graz melden erste Erfolge bei halbstündiger Licht-Therapie.

  • Artikel
  • Diskussion
An grauen Wintertagen fehlt es dem Körper an notwendigem Licht, das Hormon Melatonin wird vermehrt produziert und drückt auf die Stimmung.
© iStock

Graz –Bis zu 90 Prozent des Tages verbringen arbeitende Menschen in Innenräumen. Die reduzierten Lichtmengen können sich negativ auf Wohlbefinden und Gemüt bis hin zu psychischen Erkrankungen auswirken. Zur Behandlung verschiedener Formen der Depression wird die Lichttherapie schon eingesetzt: An der Uni Graz wird erforscht, ob sich so auch Burn-out-Symptome behandeln lassen.

Entgeltliche Einschaltung

Vor allem in den Wintermonaten, wenn die Tage grauer werden, fehlt es an Licht, das weitreichenden Einfluss auf Körper und Gemüt hat. Bei Dunkelheit wird das Hormon Melatonin vermehrt gebildet, das den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers beeinflusst und auf die Stimmung drückt. „Dies kann auch der Auslöser für eine Herbst-Winter-Depression sein“, schilderte Elisabeth Weiss vom Institut für Psychologie der Universität Graz.

Für diese saisonal abhängige Depression (SAD) gibt es mittlerweile gute Daten zur Wirksamkeit von Lichttherapie. Burn-out lasse sich, so die Expertin, nur schwer von einer Depression unterscheiden – daher sei es naheliegend, auch hier eine ähnliche Therapieform einzusetzen. Erste Ergebnisse einer Studie mit Burn-out-Patienten würden bereits vorliegen.

Untersucht wird die Wirksamkeit einer dreiwöchigen Lichttherapie mit Lampen mit 10.000 Lux – das entspricht dem Licht eines bewölkten Tages – auf Stimmung, Kognition und Symptomatik von Burn-out-Betroffenen. Dabei habe sich gezeigt, dass sich die regelmäßigen Licht-Sitzungen positiv auf die Stimmung und den Erschöpfungszustand auswirken. „Es gibt nachweislich Veränderungen auf der Neurotransmitter-Ebene“, sagte Weiss. (APA)

50 x € 100,- Heizkostenzuschuss zu gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung