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USA dehnen Visumsverbot für venezolanische Funktionäre aus

Washington/Caracas (APA/AFP) - Die USA haben Visumsbeschränkungen für Funktionäre und offizielle Vertreter Venezuelas ausgedehnt. Den Betrof...

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Washington/Caracas (APA/AFP) - Die USA haben Visumsbeschränkungen für Funktionäre und offizielle Vertreter Venezuelas ausgedehnt. Den Betroffenen werden Verletzungen der Menschenrechte und Korruption vorgeworfen, wie US-Außenamtssprecherin Jen Psaki am Montag in Washington sagte. Konkrete Namen nannte sie nicht.

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro kritisierte die neuen Sanktionen als „vulgär“ und „beleidigend“. Bei einer Versammlung von tausenden Anhängern warf er US-Vizepräsident Joe Biden vor, hinter seinem Rücken in Gesprächen mit anderen Regionalführern „den Sturz meiner Regierung“ zu betreiben.

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Die US-Außenamtssprecherin wies die Vorwürfe als unbegründet und falsch zurück. Die venezolanische Regierung solle sich lieber um die Sorgen ihrer Bürger kümmern. Dazu gehörten wiederholte Verstöße gegen die Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Venezuela befindet sich in einer tiefen Wirtschaftskrise. Grund ist vor allem der Absturz des Ölpreises auf dem Weltmarkt, der stark sinkende Einnahmen für das Land zur Folge hat. Die Inflation ist auf einem Rekordhoch, viele Lebensmittel, aber auch Toilettenpapier, Windeln und Medikamente sind knapp.

Der Sozialist Maduro kommt in Umfragen nur noch auf eine Zustimmung von 22 Prozent. Drei Viertel der Venezolaner sind demnach mit seiner Politik unzufrieden, zuletzt gab es heftige Proteste gegen die grassierende Lebensmittelknappheit im Land.


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