Entgeltliche Einschaltung

Das Lächeln ist auf Hengsters Lippen zurückgekehrt

Österreichs Bob-Aushängeschilder Christina Hengster und Benjamin Maier kommen vor dem Heimweltcup in Igls immer besser in Schuss.

  • Artikel
  • Diskussion
Die Axamerin Christina Hengster will mit ihrer neuen Anschieberin Sanne Dekker beim Heimweltcup in Igls aufzeigen.
© gepa

Von Günter Almberger

Entgeltliche Einschaltung

Innsbruck – Mit einem Lächeln auf den Lippen bereitet sich Bobpilotin Christina Hengster auf den Heimweltcup am Freitag in Igls vor. Dabei war ihr das Lachen noch vor wenigen Wochen vergangen. Im Herbst stand die Axamerin plötzlich ohne Anschieberin da, die sportliche Zukunft stand in den Sternen.

Nachdem mit der Holländerin Sanne Dekker doch noch Ersatz gefunden wurde, gab es den nächsten Rückschlag. Die Olympia-15. von Sotschi durfte die Reise zum Weltcup-Auftakt in Übersee nicht antreten. Der heimische Verband (ÖBSV) verzichtete aus Kostengründen auf die Entsendung. „Natürlich war ich darüber traurig, ich wäre lieber im Weltcup als im Europacup in die Saison gestartet“, erklärt Hengster.

Nach einem Europacupsieg und Weltcup-Top-Ten-Platzierungen peilt die Polizeisportlerin morgen auf der Heimbahn in Igls ein Spitzenergebnis an. „Nach den gesundheitlichen Problemen, die Sanne und ich vergangenes Wochenende bei der EM in La Plagne (FRA) hatten, sind wir wieder fit. Die Top sechs sind das Ziel“, zeigt sich das gestrige Geburtstagskind (29) zuversichtlich.

Dabei muss Hengster auf Material aus der abgelaufenen Saison zurückgreifen. „Ich wollte den Zweierbob eines lettischen Schlittenbauers mieten. Dieser wollte den Bob aber nur um 50.000 Euro verkaufen. Das ist mit unserem Budget nicht drin, wir müssen ja die ganze Saison durchkalkulieren“, betont die mehrfache Staatsmeisterin. Doch für Hengster ist Hoffnung in Sicht. Der ÖBSV plant künftig ein eigenes Schlittenprojekt.

Bei den Herren ruhen die Hoffnungen in Igls auf Senkrechtstarter Benjamin Maier. Der erst 20-Jährige überraschte in den letzen Rennen mit drei Top-Ten-Plätzen. Sensationell, wenn man bedenkt, dass der Rumer erst seit letztem Jahr einen Viererbob pilotiert.

„In Altenberg und Königssee bin ich im Training gestürzt. Doch im Königssee-Rennen ging mit Platz acht alles auf. Das gab mir einen Schub. Seitdem fahre ich selbstbewusster“, verrät Maier.

Die starken Leistungen blieben auch der Konkurrenz nicht verborgen. Während zu Beginn der Saison kaum jemand den Youngster kannte, wird nun bereits Notiz vom jungen Tiroler genommen. „Vergangenes Jahr bin ich noch mit den Autogrammkarten zu den Top-Piloten gesprungen. Inzwischen fragen manche nach Tipps, wie ich die Kurve nehme. Das ist unglaublich“, kann es der Sohn von Nationaltrainer Manfred Maier kaum fassen.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung