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Europas Leitbörsen zu Mittag weiter im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag am frühen Nachmittag schwächer tendiert. Der 50 führende Unterne...

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag am frühen Nachmittag schwächer tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 14,00 Einheiten oder 0,41 Prozent auf 3.401,53 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.10 Uhr mit 10.881,99 Punkten und einem Minus von 29,33 Einheiten oder 0,27 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor 25,71 Zähler oder 0,37 Prozent und steht nun bei 6.834,31 Stellen.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Vortag den Druck auf die griechische Regierung erhöht. Nach dem jüngsten Beschluss dürfen griechische Staatsanleihen nicht mehr als Kreditsicherheiten bei der EZB hinterlegt werden. Bisher war dies trotz mangelnder Ratings dank einer Ausnahmeregelung möglich. Anleger zeigten sich verunsichert und fürchten nun erneute Probleme im griechischen Finanzsystem. Der Athener Aktienindex brach um rund 5,5 Prozent ein. Besonders hart traf es den Bankensektor, der um 11,5 Prozent absackte.

Laut eines Bloomberg-Berichtes seien die Banken in Griechenland aber nur geringfügig von griechischen Staatsanleihen als Sicherheiten abhängig. Die Aktion der EZB würde somit die Stabilität des System nicht beeinflussen und sei mehr als politisches Signal zu werten, hieß es.

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Auch im Euro-Stoxx-50 standen die Bankwerte im Fokus. BNP Paribas rutschten nach enttäuschenden Geschäftszahlen 4,54 Prozent auf 46,59 Euro ab und übernahmen damit die rote Laterne im Auswahlindex. 2014 stürzte der Gewinn um 97 Prozent von 4,8 Mrd. Euro auf 157 Mio. Euro ab. Hauptgrund dafür war allerdings die fast 9 Mrd. Dollar schwere Strafe wegen des Verstoßes gegen US-Sanktionen gegen Länder wie den Sudan, Kuba und Iran. Nun will man die Sparmaßnahmen verschärfen.

Im diesem Abwärtssog sanken Banco Santander 2,23 Prozent auf 6,042 Euro, Societe Generale verloren 1,72 Prozent auf 36,52 Euro und UniCredit fielen 1,54 Prozent auf 5,45 Euro.

Daimler konnte hingegen 1,29 Prozent auf 83,70 Euro zulegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem laufenden Geschäft stieg 2014 beim deutschen Autobauer auf 10,1 Mrd. Euro, nach 8,0 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Die Aktionäre solle daher mit 2,45 (Vorjahr: 2,25) Euro je Aktie die höchste Dividende der Unternehmensgeschichte erhalten. Volkswagen kletterten 1,62 Prozent auf 213,20 Euro nach oben.

Spitzenreiter im Leitindex der Eurozone waren mit plus 1,81 Prozent auf 83,07 Euro die Anteilsscheine von Sanofi. Der Pharmakonzern profitiert auch weiterhin von satten Zuwächsen bei Diabetes-Mitteln und Impfstoffen. In London verbilligten sich hingegen AstraZeneca 2,75 Prozent auf 4.559,0 Pence. Der Sanofi-Konkurrent muss höhere Kosten und einen starken US-Dollar verdauen. Auch das schwache Geschäft bei den Topmedikamenten belastete den Umsatz.

Den Spitzenplatz im „Footsie“ übernahmen BT Group mit plus 4,29 Prozent auf 441,15 Pence. Der britische Telekomkonzern übernimmt das Mobilfunkunternehmen EE - eine Tochter von Deutscher Telekom und Orange - für 12,5 Mrd. Pfund (16,6 Mrd. Euro). Das teilten die BT Group sowie die Deutsche Telekom am Donnerstag in London mit.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA354 2015-02-05/13:26


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