Entgeltliche Einschaltung

Mit Energie in die Ferien

94.300 Tiroler Schüler erhalten heute eine Schulnachricht. Während für viele Kinder Erholung auf dem Stundenplan steht, rauchen in anderen Familien die Köpfe.

  • Artikel
  • Diskussion

Von Marco Witting

Innsbruck –Der Unterricht ist für eine Woche abgeschrieben. In den (einst so genannten) Energieferien stehen Skispaß, Rodelgaudi oder Freunde treffen auf dem Stundenplan. Das erste Halbjahr ist geschafft. Zeugnis über die schulischen Leistungen legt die Schulnachricht ab. Rund 94.300 Schüler im Land halten sie heute in den Händen. Und machen ein mehr oder weniger erfreutes Gesicht dazu. Denn so manche Schulnachricht (es ist ja kein Zeugnis) wird keine gute sein.

Entgeltliche Einschaltung

Wie viele Nicht genügend in den Tiroler Zeugnissen heute drinnenstehen, das wird beim Landesschulrat für Tirol nicht erhoben. Rund 87 Prozent der Schüler sind in der Regel am Ende eines jeden Schuljahrs zum Aufsteigen berechtigt. Rund acht Prozent müssen eine Wiederholungsprüfung ablegen. In jedem Fall weist man darauf hin, dass noch durchaus die Möglichkeit besteht, sich die Note im zweiten Semster auszubessern. Brigitte Thöny, Landesreferentin für Schulpsychologie und Bildungsberatung, meint dazu: „Wenn ein Schüler einen oder mehrere Fünfer im Zeugnis hat, dann ist es zuerst wichtig, zu ermitteln, was der Grund dafür ist. Es kann sein, dass er einfach zu wenig oder nicht richtig gelernt hat. Manche Kinder wissen gar nicht, wie man richtig lernt, und glauben, es reicht, den Stoff durchzulesen.“ Es könnte aber auch sein, dass der Schüler in bestimmten Fächern eine Schwäche hat. Dazu gibt es auch Belastungen, die ein Kind am Lernen hindern. „Wenn wir die Ursache für die negative Leistung herausgefunden haben, können wir besprechen, was man in Zukunft besser machen kann. Das reicht von der Vermittlung von Lerntechniken, Entspannungsübungen gegen die Prüfungsangst bis zu Förderprogrammen und Lernplänen“, sagt Thöny. Oft sei es auch wichtig, mit dem Lehrer zu reden, der das Kind im Unterricht beobachtet und wichtige Hinweise geben kann.

In erster Linie sollen sich die Schüler in den Semesterferien erholen. „Es sollte aber für Frei- und Lernzeit Platz sein“, sagt die Schulpsychologin, die darauf hinweist, dass man „jetzt herausfinden muss, wie man seine Noten verbessern kann“. Wer sich bessere Noten erwartet habe und jetzt überrascht sei, solle auf jeden Fall das Gespräch mit dem Lehrer suchen. „Daran kann man sein Verhalten für die Zukunft orientieren.“

Für viele Kinder beginnt jetzt die heiße Phase in der Schule. Insgesamt 3790 Schüler besuchen in AHS und BHS die Maturaklassen. Sowohl für die 5. als auch für die 9. Schulstufe gilt es, die Schulnachricht bis inklusive 27. Februar bei der künftigen Wunschschule samt Anmeldung abzugeben. Seitens des Landesschulrates wird allerdings dringend empfohlen, auch noch zwei weitere Schulwünsche entsprechend gereiht zu deponieren. Denn: „Erfahrungsgemäß ist der Andrang in den Ballungszentren an einzelnen Schulen besonders groß“, heißt es vom Landesschulrat. Erst aber eine Woche lang durchatmen – das gilt auch für Tirols Lehrer.

TT-ePaper 4 Wochen gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung