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Abfahrtssieg an Maze, Fenninger fehlen auf Gold 0,02 Sekunden

Tina Maze hat sich in der Abfahrt für Super-G-Silber revanchiert und holt sich mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf Anna Fenninger Gold. Lara Gut komplettiert das Podest und erobert Bronze.

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Tina Maze zeigte der Konkurrenz in der Abfahrt die Zunge.
© APA

Beaver Creek - Die historische dritte Goldmedaille im dritten WM-Rennen verpassten Österreichs Ski-Damen am Freitag nur um den Bruchteil einer Sekunde, durften aber erneut über Edelmetall jubeln. Mit zwei Hundertstel Rückstand musste sich Anna Fenninger Tina Maze in der Abfahrt geschlagen geben. Die Slowenin revanchierte sich damit für Platz zwei im Super-G am Dienstag, als sie mit 0,03 Sekunden hinter der Salzburgerin auf dem Silberrang gelandet war. Die Schweizerin Lara Gut (+ 0,34 Sekunden) holte Bronze und komplettierte das Podest.

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„Das Rennen heute war noch emotionaler als am Dienstag. Ich hatte so ein gutes Gefühl vor dem Start und bin mit Silber überglücklich“, haderte Fenninger gar nicht lange mit den fehlenden Hundertstelsekunden. „Es gleicht sich in unserem Sport immer irgendwann aus. Heute war eben Tina vorne. Momentan macht es einfach unglaublich Spaß gegen Läuferinnen wie sie Rennen zu fahren“, gab die 25-Jährige, die gebeutelt von Glücksgefühlen mit den Tränen kämpfte, zu Protokoll.

Maze selbst schnaufte beim Siegerinterview erst einmal tief durch. „Es hat sich heute einfach umgedreht. Ich wusste, dass Anna einen sehr guten Lauf erwischt hatte, deshalb war ich froh, als ich vorne gelegen bin.“ Von der knappen Niederlage im Super-G habe sie sich nicht aus der Fassung bringen lassen: „Du darfst nicht nachdenken und musst einfach drauf losfahren. Sonst verkrampfst du zu sehr, dann geht gar nichts mehr.“ Ob heute noch gefeiert wird? „Ich brauche jetzt erst einmal einen Tag Pause. Ich bin fünf Tage lang auf Skiern gestanden und war schon müde.“

Das Siegerpodest in der Abfahrt: Anna Fenninger, Tina Maze und Lara Gut (v.l.).
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Pech hatte Nicole Schmidhofer. Die Steirerin, die sich erst am Donnerstag in der ÖSV-internen Qualifikation gegen Nicole Hosp durchgesetzt hatte, landete auf dem bei Großereignissen undankbaren vierten Platz. „Ich habe mich irrsinnig gefreut auf das Rennen. Ein Wahnsinn, dass ich nach den ersten 15 noch immer auf Platz eins gestanden bin. Anna Fenninger hat gesagt, ich soll am Leader Bord auf sie warten. Das habe ich erfüllt“, konnte Schmidhofer bei ihrem zweiten WM-Start überhaupt mit ihrer Leistung durchaus zufrieden sein.

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Immerhin ließ die 25-Jährige die große Gold-Favoritin Lindsey Vonn hinter sich, die nach Platz drei im Super-G diesmal gar nur auf Rang fünf landete. „Ich habe gekämpft, leider war es nicht genug. Es ist schade für die Zuschauer. Ich habe nicht die richtige Linie gefunden und die Geschwindigkeit nicht mit ins Ziel genommen“, analysierte die US-Amerikanerin ihren Lauf nüchtern. Unmittelbar hinter der erfolgreichsten Ski-Läuferin aller Zeiten landete Elisabeth Görgl auf Platz sechs.. Cornelia Hütter musste sich mit Rang 15 begnügen. (tt.com)

WM-Abfahrt der Damen - Zwischenstand

1. Tina Maze (SLO) 1:45,89 Minuten

2. Anna Fenninger (AUT)

+ 0,02 Sekunden

3. Lara Gut (SUI) + 0,34

4. Nicole Schmidhofer (AUT)

+ 1,03

5. Lindsey Vonn (USA) + 1,05

6. Elisabeth Görgl (AUT)

+ 1,06

7. Nadja Jnglin-Kamer (SUI) + 1,08

8. Daniela Merighetti (ITA) + 1,25

9. Fabienne Suter (SUI) + 1,29

10. Viktoria Rebensburg (GER) + 1,35

15. Cornelia Hütter (AUT)

+ 1,98

ausgeschieden:

Jay Marchand-Arvier (FRA)


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