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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der weiter starke US-Arbeitsmarkt hat am Freitag auch am deutschen Aktienmarkt positive Spuren hinterlassen. Die Daten reichten allerdings nicht aus, um den DAX ins Plus zu befördern. Letztlich verlor der deutsche Leitindex 0,54 Prozent auf 10 846,39 Punkte.

Auf Wochensicht resultierte daraus ein DAX-Gewinn von 1,4 Prozent. Für den MDAX der mittelgroßen Konzerne ging es am Freitag um 0,59 Prozent auf 18 991,59 Punkte abwärts. Der Technologiewerte-Index TecDAX gab um 0,06 Prozent auf 1506,93 Punkte nach.

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Die größte Volkswirtschaft der Welt hatte im Jänner deutlich mehr neue Jobs geschaffen als von Experten erwartet worden war. Zudem wurde das Stellenplus im Dezember deutlich nach oben revidiert und auch der Lohnanstieg überraschte positiv. Marktanalyst Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel sah nur in der Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent einen kleinen Dämpfer, da sie etwas über den Prognosen lag. „Insgesamt ändert sich aber nichts daran, dass die US-Notenbank eher früher als später den ersten Zinsschritt vollziehen muss“, sagte er. Ein unmittelbarer Handlungszwang ergebe sich aber nicht, kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Vaduz.

Zu den auffälligen Einzelwerten gehörten Fresenius-Aktien. Sie büßten nach einer negativ interpretierten Studie des Analysehauses Jefferies 2,29 Prozent ein. Noch schlimmer erging es den Lufthansa-Papieren, die sich um 2,39 Prozent verbilligten und damit Schlusslicht im DAX waren. Der Vorstand warnte die Belegschaft in einem Schreiben vor einer gefährlichen Lage für Europas größte Fluggesellschaft. Die Durchschnittserlöse im Fluggeschäft seien 2014 um mehr als drei Prozent gesunken, Personalkosten und Gebühren seien 2015 aber weiter nach oben gegangen,. Dabei gehe unter dem Strich eine „Schere auf, die uns ohne Korrekturen in eine gefährliche rote Zone führt“, hieß es.

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Stärkster DAX-Wert waren Commerzbank mit plus 0,90 Prozent. Laut JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein profitiert das zweitgrößte deutsche börsennotierte Geldinstitut unter den europäischen Banken am stärksten von der Geldflut der Europäischen Zentralbank. Die Aktien der Deutschen Börse gewannen 0,80 Prozent. Analysten rechnen wegen der gestiegenen Handelsaktivität im vierten Quartal 2014 damit, dass der Börsenbetreiber einen starken Geschäftsbericht vorlegt.

Siemens-Papiere büßten 1,04 Prozent ein. Der Elektrokonzern streicht im Zuge seines tiefgreifenden Umbaus weltweit rund 7800 Arbeitsplätze, davon etwa 3300 in Deutschland. Vorstandschef Joe Kaeser hatte die größte Umstrukturierung bei Siemens seit 25 Jahren im Mai 2014 gestartet und will damit die Kosten um eine Milliarde Euro drücken.

Trotz Rekordzahlen für 2014 fielen Aktien von Bechtle am TecDAX-Ende um 5,87 Prozent. Zwar hatte der Vorsteuergewinn des IT-Dienstleisters um etwa 20 Prozent zugelegt, blieb laut Analyst Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel aber klar unter der Marktschätzung. Besonders enttäuscht habe dies, weil Bechtle in den vorangegangenen Quartalen die Erwartungen übertroffen habe.

Der Euro-Stoxx-50 als Leitindex der Eurozone sank um 0,32 Prozent auf 3398,16 Punkte. Der Leitindex in Paris verzeichnete ebenso leichte Verluste, wie der Londoner FTSE-Index. An der Wall Street lag der Dow Jones Industrial zuletzt 0,25 Prozent höher.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,27 am Vortag auf 0,26 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 140,11 Punkte. Der Bund Future sank um 0,10 Prozent auf 158,42 Punkte. Der Kurs des Euro fiel nach den US-Jobdaten deutlich ab und notierte zuletzt bei 1,1342 US-Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs noch auf 1,1447 (Donnerstag: 1,1410) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8736 (0,8764) Euro.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA518 2015-02-06/18:46


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