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Ski-WM: Trainingsschnellster Roger muss in Abfahrt zuschauen

Vail (Colorado)/Beaver Creek (Colorado) (APA) - Der Franzose Brice Roger war am Freitag im zweiten und letzten Training für die WM-Abfahrt d...

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Vail (Colorado)/Beaver Creek (Colorado) (APA) - Der Franzose Brice Roger war am Freitag im zweiten und letzten Training für die WM-Abfahrt der Herren der Schnellste. Der 24-Jährige wird jedoch im Rennen am Samstag (19.00 Uhr MEZ) nicht dabei sein, im französischen Abfahrtsteam ist für Roger kein Platz. Konfliktfreier ging es bei der Qualifikation im ÖSV-Team zu, Max Franz (5. im Training) und Georg Streitberger (6.) machten klar das Rennen.

Zuschauen müssen hingegen Romed Baumann (21.) und Otmar Striedinger (39.). Österreichs eigentlich heißeste Eisen in der WM-Abfahrt lagen bei der Generalprobe weit zurück. Der frisch gebackene Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt wurde 19.., Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer belegte Platz 20. „Ich hab oben die Bode-Miller-Linie probiert, es ist mir aber nicht aufgegangen. Dass ich über eine Sekunde Rückstand hatte, war aber trotzdem überraschend“, meinte Mayer etwas nachdenklich.

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Die Rolle des Topfavoriten gehört nach wie vor dem Norweger Kjetil Jansrud. Nur einen Tag nach seinem schmerzhaften Crash gegen ein Tor war der 29-Jährige im Training Zweitschnellster. „Wichtig war, dass meine Schulter nicht ernsthaft verletzt wurde. Ich habe Schmerzen, aber es ist auszuhalten“, meinte Jansrud nach dem Training.

Schnellster Österreicher war Franz. „Ich hab mich heute eigentlich nicht sehr wohl auf der Strecke gefühlt. Dass ich trotzdem schnell war, ist ein gutes Zeichen fürs Rennen“, meinte der Kärntner, der im Super-G zuschauen hatte müssen. Seine konstant starke Form stellte einmal mehr Streitberger unter Beweis.

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„Seit den Trainings für die Kitzbühel-Abfahrt fahre ich in jeder Fahrt in die Top-Ten. Das taugt mir. Ich mache Fehler und bin trotzdem schnell“, sagte der Salzburger, der am Samstag viel vor hat: „Hier herunter musst du eine Drecksau zu dir selber sein. Da brauchst du ‚Huevos‘. Du musst den Ski im Steilhang gnadenlos runterprügeln.“

Die Gelegenheit dazu hat Baumann nicht. Der Tiroler zog auch in der fünften Quali seiner Karriere den kürzeren. Dass er mit der hohen Startnummer 26 einen Nachteil gegenüber den früher gestarteten Franz (7) und Streitberger (16) gehabt haben könnte, wollte Baumann nicht behaupten. „Sich auf die Piste rauszureden, das wäre feig“, meinte Baumann, der sich nun voll und ganz auf die Kombination am Sonntag konzentriert.

Das gilt auch für Striedinger, der nach der verpassten Abfahrts-Quali enttäuscht meinte: „Bei mir ist heute alles schief gelaufen. Die anderen waren besser und sind zurecht im Rennen dabei.“


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