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Fraport sieht Kauf griechischer Flughäfen nicht in Gefahr

Frankfurt am Main/Athen (APA/Reuters) - Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport rechnet trotz des Regierungswechsels in Athen mit dem Vollzu...

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Frankfurt am Main/Athen (APA/Reuters) - Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport rechnet trotz des Regierungswechsels in Athen mit dem Vollzug des geplanten milliardenschweren Kaufs von 14 griechischen Regionalflughäfen. „Wir gehen davon aus, dass es zum Abschluss des Vertrages kommt“, sagte Fraport-Finanzvorstand Matthias Zieschang am Wochenende im Interview mit der „Börsen-Zeitung“.

Bisher habe man keine ablehnenden Signale des Vertragspartners erhalten. „Über die Haltung der neuen Regierung in Griechenland will ich nicht spekulieren“, sagte Zieschang. „Es gibt einen klaren Zeitplan, mit dem Ziel, dass es im Oktober dieses Jahres zum Closing kommt.“

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Die neue griechische Regierung, die einen harten Sparkurs zum Abbau der hohen Staatsverschuldung ablehnt, hat bereits eine Reihe mühsam eingefädelter Privatisierungen abgeblasen - darunter den Verkauf des Hafens von Piräus und eines Energieversorgers.

Fraport und der griechische Partner Copelouzos Group hatten den Zuschlag für den Kauf der Regionalflughäfen für rund 1,2 Mrd. Euro erhalten. Die endgültigen Verträge müssen aber noch ausgehandelt werden. Fraport werde mindestens zwei Drittel der Anteile an dem Konsortium halten, sagte Zieschang. Damit entfielen mindestens 800 Mio. Euro vom Kaufpreis auf den Frankfurter Flughafenbetreiber.

Zur Finanzierung werde Fraport Eigenkapital, aber auch Fremdkapital einsetzen - „in welcher Höhe ist noch offen“. Eine Kapitalerhöhung komme nicht infrage, betonte der Finanzchef. Fraport werde sich nun auf die Integration der neuen Zukäufe konzentrieren - neben Griechenland den slowenischen Flughafen Ljubljana und den amerikanischen Betreiber von Airport-Ladengeschäften Airmall. „Jetzt wollen wir erst einmal Rückflüsse generieren. Kleinere Zukäufe gehen natürlich immer.“

Im lukrativen Einzelhandelsgeschäft, das mehr als 40 Prozent des operativen Konzerngewinns von Fraport ausmacht, bereitet dem Konzern die Rubelschwäche Sorgen. Die russischen Reisenden gäben immer weniger Geld in den Geschäften an den Flughäfen aus. „Das waren ja die echten High Spender“, sagte Zieschang. „Die große Unbekannte ist nun, wie sich die Situation 2015 weiter entwickeln wird und ob sich die Rubelschwäche irgendwann auch nennenswert auf das Reiseverhalten auswirkt.“

~ ISIN DE0005773303 WEB http://www.fraport.de ~ APA180 2015-02-08/13:15


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