Polizist erschoss in Zivil Hund bei Spaziergang im Burgenland

Laut Medienberichten soll der Golden Retriever den Dackel der Mutter eines Polizisten attackiert haben. Dieser erschoss das Tier daraufhin. Zum genauen Hergang gibt es widersprüchliche Aussagen.

Symbolfoto.
© thomas boehm

Unterloisdorf – Im burgenländischen Unterloisdorf (Bezirk Oberpullendorf) sorgen laut Medienberichten vier Schüsse, mit denen ein Polizist in Zivil einen Golden Retriever getötet haben soll, für Aufregung. Am vergangenen Sonntag soll es auf einem Güterweg zu dem Vorfall gekommen sein. Der Hund soll den Dackel der Mutter des Beamten attackiert haben, berichtete die Kronen Zeitung heute, Samstag.

Die Besitzerin war mit ihrem Golden Retriever und ihrem Schäfermischling unterwegs. Als sie auf den Beamten und seine Mutter mit deren Rauhaardackel traf - alle drei Hunde sollen angeleint gewesen sein - soll sich der Golden Retriever losgerissen und den Dackel attackiert haben. Der drei Jahre alte Hund soll aggressiv gewesen sein, der Polizist habe Angst um seine Mutter gehabt, hieß es in dem Bericht. Der Angreiferhund soll trotz Tritten nicht von dem Dackel abgelassen haben.

Laut Kurier von heute, Samstag, soll der Beamte daraufhin den Hund mit seiner privaten Pistole – laut Kronen Zeitung mit der Dienstwaffe – erschossen haben, teilte ein Beamter der Landespolizeidirektion Burgenland der Tageszeitung mit. Nun liege eine entsprechende Anzeige vor, nach dem Vorfall sei die Polizei gerufen worden.

Wie sich der Vorfall konkret zugetragen habe, war zunächst offen und Gegenstand der Ermittlungen, da die Aussagen beider Hundebesitzer laut Exekutive konträr seien und jeder etwas anderes behaupte. In den kommenden Tagen sollen daher beide Parteien einvernommen werden. Anschließen werde der Sachverhalt vermutlich an die Staatsanwaltschaft zur Beurteilung übergeben. Der Polizist soll im Besitz eines Waffenpasses sein. (APA)


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