Oscars 2015

Mit 54 auf dem Oscar-Olymp: Julianne Moore verdiente Siegerin

Überglücklich: Julianne Moore mit ihrem Oscar.
© imago

Sie spielte eine Pornodarstellerin und die konservative Sarah Palin, stand in Dramen, Teenie-Krachern und Thrillern vor der Kamera. Julianne Moore gehört zu den wandelbarsten Schauspielerinnen überhaupt. Für ihre wohl stärkste Rolle hat sie nun den Oscar.

Los Angeles – Als Julianne Moore bei den Golden Globes als beste Hauptdarstellerin in einem Drama ausgezeichnet wurde, dankte sie denjenigen, die das Alzheimer-Drama „Still Alice“ auf die Leinwand gebracht haben. Das sei keine Selbstverständlichkeit. Die Autorin des Buches, Lisa Genova, habe ihr gesagt: „Niemand wollte einen Film über eine Frau mittleren Alters machen.“

Als Frau mittleren Alters ist Julianne Moore (54) nun selbst auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angekommen: Für ihre Hauptrolle in „Still Alice“ bekam sie ihren ersten Oscar. Ihre Darstellung einer Alzheimerkranken geht unter die Haut. Moore gehört zu den wandelbarsten Schauspielerinnen von Hollywood. So war sie zuletzt auch als militärische Anführerin im dritten Teil des Teenie-Krachers „Die Tribute von Panem“ zu sehen.

Vier Mal nominiert, nie gewonnen

Sie studierte Schauspiel an der Boston University School of Arts und ging nach New York, wo sie in diversen Theaterstücken auf der Bühne stand. Es folgten Fernsehrollen in Seifenopern und Mini-Serien. Der Durchbruch gelang ihr 1997 als Pornodarstellerin in „Boogie Nights“, für die sie ihre erste Oscar-Nominierung bekam.

Weitere Nominierungen folgten für „Ende einer Affäre“, „Dem Himmel so fern“ und „The Hours“. 2009 spielte sie eine Alkoholikerin in der Romanverfilmung „A Single Man“. Für den Fernsehfilm „Game Change“ wurde sie 2012 zur umstrittenen Politikerin und ehemaligen Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin. Dafür gab es einen Emmy und einen Golden Globe.

Die Arbeit allein mache sie aber nicht glücklich, sagte die Mutter zweier Kinder bei der Verleihung der „Golden Globes“: „Meine Mutter hat mir immer gesagt, ein glücklicher Mensch hat Arbeit und Liebe.“

Dass sie vier Mal leer ausging und erst jetzt eine Trophäe mit nach Hause nehmen konnte,, nahm sie mit Humor: „Ich habe einen Artikel gelesen, in dem es hieß, dass ein Oscar-Gewinn einem fünf zusätzliche Lebensjahre beschert. Sollte das wahr sein, möchte ich der Academy danken, denn mein Mann ist jünger als ich.“ (dpa, tt.com)