Oscars 2015

Eddie Redmayne gewinnt Oscar auch für Stephen Hawking

Eddie Redmayne konnte sein Glück kaum fassen. "Ich finde nicht die richtigen Worte um zu beschreiben, was ich gerade fühle. Ich bin ein sehr, sehr glücklicher Mann", sagt er auf der Bühne.
© Reuters/Mike Blake

Bis vor kurzem hatte wohl kaum ein Hollywood-Agent Eddie Redmayne auf dem Schirm. Seine erste wirklich große Rolle bringt dem Briten gleich maximalen Erfolg. Er hat viel dafür getan.

Los Angeles – Mit seinen Sommersprossen, dem Lausbubengrinsen und dem rötlich schimmernden Haar sieht Eddie Redmayne ein bisschen aus wie ein englischer Schuljunge. Dem 33-jährigen Briten hat gleich seine erste Kino-Hauptrolle als Physiker Stephen Hawking eine ganze Reihe von Auszeichnungen eingebracht, die jetzt ein Oscar für den besten Hauptdarsteller krönt.

Dafür hat der gebürtige Londoner hart gearbeitet:Über Monate studierte er Hawkings Nervenkrankheit ALS, traf sich mit Betroffenen, sprach mit Ärzten, trainierte seinen Körper mit einer Choreographin und las und schaute alles, was ihm über den Physiker in die Finger kam. „Dieser Oscar gehört all jenen auf der Welt, die an ALS erkrankt sind, und er gehört einer außergewöhnlichen Familie: Stephen, Jane und den Hawking-Kindern. Ich werde sein Verwahrer sein und auf ihn aufpassen.“

Mit Prinz William in Eton

Obwohl die heimischen Medien ihn geradezu verehren und Teenager kreischend am roten Teppich stehen, wirkt Redmayne stets geerdet und manchmal fast ein wenig schüchtern. Oft hat er Hannah Bagshawe an seiner Seite, die PR-Angestellte und der Schauspieler haben im Dezember geheiratet.

Für Schauspiel interessierte sich der gebürtige Londoner - als einziger in seiner Familie - schon früh. Er ging gemeinsam mit Prinz William auf das vornehme Jungeninternat Eton, hatte dort nach eigenen Worten aber nicht viel mit dem Royal zu tun. Anschließend studierte er Kunstgeschichte in Cambridge.

Redmayne spielte schon mit zwölf Jahren Theater am Londoner Westend, 2006 hatte er in „Verwandte Seelen“ seine erste Kinorolle. Am bekanntesten war er bislang für seine Rolle in „My Week with Marilyn“. (dpa)