Albaner, Türken und Goranen bedrohteste Volksgruppen in der Vojvodina

Belgrad (APA) - Die in der nordserbischen Provinz Vojvodina lebenden Albaner, Türken und Goranen waren im vergangenen Jahr die bedrohtesten ...

Belgrad (APA) - Die in der nordserbischen Provinz Vojvodina lebenden Albaner, Türken und Goranen waren im vergangenen Jahr die bedrohtesten Volksgruppen. Das erklärte der serbische Innenminister Nebojsa Stefanovic am heutigen Freitag im Parlament der nordserbischen Provinz.

Nach Angaben von Stefanovic wurden im Vorjahr in der Vojvodina 26 Lokale - zumeist Bäckereien - im Besitz von Angehörigen der drei Volksgruppen angegriffen. Die Zahl der ethnisch motivierten Zwischenfälle in der nordserbischen Provinz ist laut dem Innenminister jedoch im Sinken, so waren es 2014 um 15 Prozent weniger als in dem Jahr zuvor.

Zu einer regelrechten Welle von Angriffen auf albanische Lokale war es im Oktober 2014 nach einem Fußball-Qualifikationsspiel zwischen Serbien und Albanien in Belgrad gekommen. Das Spiel wurde unterbrochen, nachdem über dem Fußballfeld eine Drohne mit der „Groß-Albanien“-Flagge aufgetaucht war. Der Zwischenfall führte damals auch zur vorläufigen Verschiebung des ersten Besuchs des albanischen Regierungschefs Edi Rama in Belgrad.

Die Zahl der in der Vojvodina lebenden Albaner, Türken und Goranen dürfte nicht über mehrere Hundert hinausgehen. Die meisten Albaner sind in der Provinz-Hauptstadt Novi Sad und der an der Grenze zu Ungarn liegenden Stadt Subotica ansässig.


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