Rousseff für „freie und rigorose“ Untersuchung von Petrobras-Skandal

Brasilia (APA/AFP) - Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat sich für eine „weite, freie und rigorose Untersuchung“ des Petrobras-...

Brasilia (APA/AFP) - Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat sich für eine „weite, freie und rigorose Untersuchung“ des Petrobras-Skandals ausgesprochen, in den in Brasilien dutzende Politiker verwickelt sind. „Mit Mut und unter Schmerzen hat Brasilien gelernt, soziale Gerechtigkeit für die Ärmsten zu schaffen sowie mit harter Hand die Korrupten zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte Rousseff am Sonntag.

„Dies ist es, was sich etwa in der weiten, freien und rigorosen Untersuchung dieser bedauernswerten Episoden abspielt“, erklärte Rousseff in der Fernsehansprache anlässlich des Internationalen Frauentages weiter. Das Oberste Gericht hatte am Freitag den Antrag der Staatsanwaltschaft zur Einleitung von Ermittlungen gegen zwölf Senatoren und 22 Abgeordnete gebilligt.

In der weitverzweigten Korruptionsaffäre um den staatlichen Ölkonzern Petrobras, der vor einem Jahr aufgedeckt worden war, wird noch gegen dutzende weitere Verdächtige ermittelt. Ein Netzwerk soll binnen eines Jahrzehnts geschätzte 3,8 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) zweckentfremdet haben - vor allem zugunsten von Politikern und Abgeordneten der linken Regierung von Präsidentin Rousseff.

Laut der Staatsanwaltschaft zahlten rund zwei Dutzend Firmen, zumeist große Baukonzerne, Petrobras Schmiergeld, um an lukrative Aufträge zu kommen. Petrobras soll zudem Auftragssummen durch illegale Aufschläge aufgebläht haben. Auch Rousseff ist indirekt in die Affäre verwickelt, da ein Großteil der fraglichen Vorgänge in ihre Zeit als Vorsitzende des Verwaltungsrats von Petrobras von 2003 bis 2010 fällt.

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Wegen des Skandals brach der Aktienkurs von Petrobras massiv ein. Anfang Februar trat zudem der gesamte Vorstand samt der Chefin Graca Foster zurück.

uvs/

090538 Mär 15


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