Fahrermangel bedroht deutschen Fernbus-Boom - Zeitung

Berlin (APA/Reuters/AFP) - Die boomende Fernbus-Industrie befürchtet einem Pressebericht zufolge erhebliche Rückschläge durch den Fahrermang...

Berlin (APA/Reuters/AFP) - Die boomende Fernbus-Industrie befürchtet einem Pressebericht zufolge erhebliche Rückschläge durch den Fahrermangel. Dieses Problem bleibe die „größte Bedrohung der Busbranche“, berichtet die Zeitung „Die Welt“ (Montagausgabe) unter Berufung auf eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer.

Demnach wird diese Einschätzung von 74 Prozent der beteiligten Unternehmen aus Nahverkehr, Touristik und Fernlinienverkehr vertreten. Von den Fernbus-Betreibern erwarteten sogar 80 Prozent, dass sie ein „zunehmendes Problem mit dem Mangel an Fahrern bekommen“.

Zum Schutz der Deutschen Bahn war der Fernbus-Verkehr in Deutschland bis 2012 per Gesetz weitgehend verboten. Seit der Freigabe boomt der Markt mit immer neuen Anbietern, von denen sich wegen des Preiskampfes einige bereits wieder zurückgezogen haben. Die beiden Marktführer MeinFernbus und Flixbus schlossen sich kürzlich zusammen. Die Deutsche Bahn geht ebenfalls in die Offensive und will ihr Angebot bis 2016 vervierfachen. Einen größeren Anteil an dem hart umkämpften Geschäft strebt auch die Deutsche Post an.

Dennoch stellte der Verband laut „Welt“ bei den Fernbus-Betreibern und Anbietern touristischer Fahrten einen „Stimmungsaufschwung“ fest. Dagegen seien Unternehmen, die für den öffentlichen Personennahverkehr im Auftrag der Kommunen und Bundesländer tätig sind, besorgt. Hier habe es „Rückschläge bei Umsatz und Fahrgastzahlen gegeben“. Zudem werde mit einer „gedämpften Nachfrage wegen sinkender Schülerzahlen gerechnet“.

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