Als Einzige in Osttirol: Sillian und Villgratental gewinnen bei Grundversorgung

Bei der Grundversorgung schneiden das Villgratental und Sillian besser ab als vor drei Jahren. Amlach ist Schlusslicht.

© Oblasser

Von Catharina Oblasser

Osttirol –Zwei neue Lokale sperren auf, ein Arzt eröffnet eine Praxis – das wirkt sich auf die Statistik der so genannten „Grundversorgung“ positiv aus. Die Statistik zeigt, welche Gemeinden gut mit Geschäften, Apotheken, Tankstellen oder Polizeiposten ausgestattet sind und wo Mangel herrscht. In der neuesten Statistik des Landes scheinen in Osttirol nur Sillian und das Villgratental als Gewinner auf. Der Sillianer Bürgermeister führt das auf neue Lokale im Kulturzentrum und im Marktle sowie auf die Praxis von Gernot Walder in Außervillgraten zurück. „Sonst hat sich bei uns eigentlich nichts Neues getan.“

Bemerkenswert ist auch die Versorgungsquote der Einwohner mit Lebensmittelgeschäften. Im Tiroler Durchschnitt kommen auf einen Einzelhändler 1114 Einwohner. Die Osttiroler Planungsverbände Matrei und Lienz liegen in etwa in diesem Bereich: In Lienz werden 1211 Personen pro Geschäft versorgt, in Matrei 1319. Anders hingegen im Planungsverband Sillian: Da gibt es so viele Geschäfte, dass auf einen Lebensmittelhändler nur 662 Einwohner kommen. Der große Unterschied erklärt sich für Bürgermeister Schiffmann mit dem Zustrom aus Südtirol, der die Lücke füllt. „Die kaufen vor allem am westlichen Rand der Gemeinde in den dortigen Supermärkten ein.“

Andere Osttiroler Gemeinden und Regionen haben bei der Grundversorgung in den letzten drei Jahren verloren. Verschlechtert hat sich die Lage in Matrei, St. Jakob, in Gemeinden des unteren Iseltales, Teilen des Pustertals und Lesachtals. Im gesamten Bezirk gehört nur die Stadt Lienz zu den Tiroler Top-19-Gemeinden mit mehr als 25 Einrichtungen. In der Gruppe der elf schlechtestversorgten Gemeinden Tirols findet sich hingegen Amlach.


Kommentieren


Schlagworte