Teure Mekka-Pilgerfahrt sorgt für Ärger in der Türkei

Istanbul/Mekka (APA/AFP) - Eine beträchtliche Verteuerung der islamischen Pilgerreise nach Mekka bringt der staatlichen Religionsbehörde in ...

Istanbul/Mekka (APA/AFP) - Eine beträchtliche Verteuerung der islamischen Pilgerreise nach Mekka bringt der staatlichen Religionsbehörde in der Türkei viel Kritik ein. Die regierungskritische Zeitung „Sözcü“ berichtete am Dienstag von einem „Aufstand“ empörter Pilger kurz vor der Verlosung der Pilgerplätze an diesem Donnerstag.

Die Türkei schickt in diesem Jahr rund 74.000 Gläubige zur Pilgerreise nach Mekka, die zu den Grundpflichten der Muslime gehört. Die Religionsbehörde als Organisatorin der türkischen Pilgerfahrten hatte kürzlich die Berechnungsgrundlage für die Kosten der mehrwöchigen Reise von Euro auf Dollar umgestellt. Wegen des starken Kursanstiegs der US-Währung in jüngster Zeit hat dies laut Presseberichten zur Folge, dass sich die Reisen um rund 1.400 Lira (rund 500 Euro) pro Kopf auf mindestens 3.300 Lira verteuern. Der Oppositionsparlamentarier Alim Isik warf der Religionsbehörde vor, mit dem Glauben der Menschen Geld verdienen zu wollen.

Wegen der Beschränkung der jährlichen Pilgerzahlen durch die Behörden in Saudi-Arabien können Länder wie die Türkei nicht alle Interessenten zur Pilgerreise nach Mekka und Medina schicken. In der Türkei werden die Pilgerreisenden deshalb per Losverfahren ermittelt.

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