Ukraine - USA: Russland bringt weiter Panzer in die Ost-Ukraine

Washington (APA/Reuters) - Die USA haben Russland eine erneute Verletzung des Minsker Abkommens zur Deeskalation in der Ost-Ukraine vorgewor...

Washington (APA/Reuters) - Die USA haben Russland eine erneute Verletzung des Minsker Abkommens zur Deeskalation in der Ost-Ukraine vorgeworfen. Die im US-Außenministerium für Europa zuständige Staatssekretärin Victoria Nuland sagte am Dienstag, russische Panzer und weiteres schweres militärisches Gerät seien in den vergangenen Tagen über die russische Grenze in die Unruheregion gebracht worden.

Dazu zählten auch Artilleriegeschosse, gepanzerte Transporter und Raketenbestandteile, sagte Nuland während einer Anhörung im US-Kongress. Nuland betonte, die Überlegungen zu einer militärischen Unterstützung der ukrainischen Regierung seien von Präsident Barack Obama noch nicht verworfen worden. Die Debatte darüber werde derzeit lebhaft geführt, sagte sie.

Zahlreiche europäische Staaten - darunter Österreich - hatten sich strikt gegen Waffenlieferungen an die Regierung in Kiew gewandt. Sie befürchten dadurch eine weitere Konfrontation mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Auch die ukrainische Regierung hatte zuvor den prorussischen Separatisten vorgeworfen, entgegen der Minsker Vereinbarung schwere Waffen in Depots nahe der Stadt Donezk zu lagern.

Die Zahl von Schusswechseln und Scharmützeln zwischen den Kriegsparteien hat in der vergangenen Woche deutlich abgenommen. Einzelne Zwischenfälle zeigen aber nach wie vor die Brüchigkeit der Waffenruhe. Beide Seiten warfen sich am Dienstag gegenseitig vor, in den vorangegangen 24 Stunden mehrmals die Waffenruhe gebrochen zu haben.

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