Kolumbien stellt Angriffe auf FARC-Guerilla für einen Monat ein

Bogota (APA/AFP) - Kolumbien stellt seine Angriffe auf die Guerilla-Gruppe FARC vorübergehend ein. Präsident Juan Manuel Santos sagte am Die...

Bogota (APA/AFP) - Kolumbien stellt seine Angriffe auf die Guerilla-Gruppe FARC vorübergehend ein. Präsident Juan Manuel Santos sagte am Dienstag (Ortszeit) in einer Fernsehansprache, er werde das Verteidigungsministerium und die Armee auffordern, die Angriffe auf FARC-Camps „für einen Monat auszusetzen“.

Er habe diese Entscheidung getroffen, um den Konflikt mit der Guerilla zu „deeskalieren“. Nach dem Monat werde neu über das Vorgehen im Konflikt mit der FARC entschieden.

Die Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) hatten im Dezember einen einseitigen Waffenstillstand erklärt, der von der Regierung ohne ein umfassendes Friedensabkommen aber nicht akzeptiert wurde. Seit November 2012 laufen mit Unterbrechungen Friedensgespräche zwischen der FARC und Kolumbiens Regierung in Havanna. Die FARC-Rebellen kämpfen seit 1964 gegen Großgrundbesitzer und die Regierung. Amtlichen Angaben zufolge wurden in dem längsten bewaffneten Konflikt Lateinamerikas etwa 220.000 Menschen getötet.


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