Rattenfang in Linzer Haus endete mit vier Verletzten

Ein 56-Jähriger versprühte am Dienstag in seiner Wohnung ein Hundabwehrspray, weil er nach eigenen Angaben eine Ratte vertreiben wollte. Das Reizgas verteilte sich im Haus. Vier Personen, darunter zwei Kinder, mussten mit Atemnot und Reizhusten ins Krankenhaus.

Symbolfoto.
© dpa-Zentralbild

Linz – Ein 56-jähriger Linzer hat am Dienstag in seiner Wohnung Hundeabwehrspray versprüht, um eine Ratte zu vertreiben. Anschließend lüftete er durch. So gelangte das Reizgas in das Stiegenhaus. Ein 35-jähriger Mieter bemerkte gegen 19.30 Uhr den Gestank und alarmierte die Einsatzkräfte. Seine Frau bekam Reizhusten und Atemnot, teilte die Landespolizeidirektion Oberösterreich am Mittwoch mit.

Das Paar und seine drei und vier Jahre alten Kinder wurden von der Rettung versorgt und dann ins Spital gebracht. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Substanz nicht um ausgetretenes Gas handelte. Daraufhin wurden alle Mieter des Hauses kontaktiert und die Wohnung des 56-Jährigen als Hort des Gestanks eruiert.

Da der Besitzer nicht daheim war, wurde die Tür aufgebrochen und durchgelüftet. Der Mann gab anschließend laut Polizei an, er habe eine Ratte in seinen vier Wänden und deshalb einmal gesprüht. Dass der Reizgasspray eine solche Wirkung hat, sei ihm nicht bewusst gewesen. (APA)

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