Börse Frankfurt nach Rekordrally leichter, DAX minus 0,13%

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat am Donnerstag nach seiner Vortagesrally an Kraft verloren und eine Pause eingelegt. Im Vormitt...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat am Donnerstag nach seiner Vortagesrally an Kraft verloren und eine Pause eingelegt. Im Vormittagshandel sank er zuletzt um 0,13 Prozent auf 11.790,57 Punkte. Zum Börsenauftakt war er zunächst noch etwas gestiegen und hatte bei 11.828 Punkten sein nächstes Rekordhoch markiert.

Am Mittwoch hatte das deutsche Börsenbarometer einen fulminanten Sprung von plus 2,66 Prozent gemacht und in knapp neun Wochen nun fast 2.200 Punkte gewonnen. „Selten zuvor kletterten die Kurse ohne Korrektur so dynamisch aufwärts“, kommentierte ein Experten den Verlauf am Markt. Er spricht sogar von einer „Kaufpanik“. Einen weiteren Anstieg von 1 bis 2 Prozent hält er durchaus noch für möglich, doch wachse zugleich auch die Abwärtsgefahr.

Der immer schwächer gewordene Euro, der den Export begünstigt und daher dem Börsenaufschwung weitere Impulse gibt, erholte sich etwas. Nachdem die Gemeinschaftswährung im morgendlichen Handel in Asien erstmals seit Jänner 2003 unter die Marke von 1,05 US-Dollar gefallen war, legte sie nun wieder auf 1,0617 Dollar zu.

Unter den DAX-Konzernen waren es erneut Bilanzen, die die Kurse spürbar beeinflussten: So nahmen die Aktien des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S nach einem optimistischen Blick in die Zukunft die Index-Spitze ein. Sie gewannen 3,86 Prozent und kosteten zeitweise so viel wie zuletzt im Juni 2013. Angesichts der allmählichen Erholung der Kalipreise und der anhaltenden Euro-Schwäche rechnet K+S im laufenden Jahr mit einem deutlichen steigenden operativen Ergebnis.

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Auch die Lufthansa hofft 2015 auf bessere Ergebnisse - trotz fallender Ticketpreise und drohender neuer Pilotenstreiks. Die größere Zahl sparsamerer Flugzeuge und der gesunkene Kerosinpreis sollen dabei helfen, wie Deutschlands größte Fluggesellschaft zur Vorlage der endgültigen Bilanz mitteilte. Das Papier nahm den zweiten Platz hinter K+S ein mit plus 1,12 Prozent.

Kaum beeindruckt von negativen Nachrichten aus den USA zeigten sich die Aktien der Deutschen Bank, die um 0,08 Prozent nachgaben. Nachdem eine wichtige US-Tochter des deutschen Branchenprimus in der vergangenen Woche den ersten Teil des jährlichen Stresstests der amerikanischen Notenbank Fed bestanden hatte, fiel sie nun wegen Zweifeln am Risikomanagement durch den zweiten Teil. Die eingereichten Kapitalpläne seien wegen „qualitativer“ Bedenken abgelehnt worden, hieß es.

Mit 0,83 Prozent Plus standen die Papiere von ThyssenKrupp im Plus. Der Industriekonzern hat einem Pressebericht zufolge drei mögliche Käufer für seine Edelstahltochter VDM an der Angel. Bis Montag sollen die Interessenten Angebote einreichen, schrieb das „Handelsblatt“ (Donnerstag) unter Berufung auf Konzernkreise. Die Gebote sollen allesamt um die 570 Millionen Euro pendeln. Dabei seien Schulden von VDM im mittleren dreistelligen Millionenbereich eingerechnet.

Bei Hugo Boss belasteten die erstmals veröffentlichten Ergebnisziele des Modekonzerns für 2015. Zwar sagte Konzernchef Claus-Dietrich Lahrs, die Aussichten für die kommenden Jahre seien „exzellent“, doch für 2015 rechnet er nur mit einem operativen Ergebnis (Ebitda vor Sondereffekten) zwischen 5 bis 7 Prozent. Das sei dem Markt zu wenig, sagte ein Börsianer und begründete damit die Kursverluste von 3,61 Prozent. Damit waren die Aktien Schlusslicht im MDax.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA154 2015-03-12/10:11


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