Fußball: Auf Rangnick 2 - Sorgen wegen Aggressionen gegen RB Leipzig

Salzburg (APA) - Salzburgs scheidender Sportdirektor Ralf Rangnick zeigte sich am Donnerstag auch über die jüngsten Aggressionen gegen Spiel...

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Salzburg (APA) - Salzburgs scheidender Sportdirektor Ralf Rangnick zeigte sich am Donnerstag auch über die jüngsten Aggressionen gegen Spieler und Verantwortliche von RB Leipzig am Montag rund um das Spiel in Karlsruhe besorgt. Rangnick war nach dem 0:0 von rund 200 KSC-Anhängern an der Fahrt aus dem Stadion gehindert worden. Der Mannschaftsbus wurde von der Polizei zum Hotel eskortiert.

Bereits vor dem Match waren etwa 20 Personen in das Mannschaftshotel des Aufsteigers eingedrungen. Im Vorfeld der Partie waren zudem anonyme Warnungen an RB-Fans vor einer Reise nach Karlsruhe verschickt worden. „In Deutschland ist momentan definitiv ein Trend erkennbar, der in Richtung Feindbild und Verstärkung des Aggressionspotenzials geht“, betonte Rangnick.

Als mahnende Beispiele nannte der 56-Jährige auch die Vorkommnisse rund um die Partien Stuttgart - Hertha und Gladbach - Köln sowie Anfeindungen von Dortmunder Fans gegen den Reporter Marcel Reif. „Jetzt müssen in Deutschland alle an einen Tisch. Denn es muss jemanden geben, der Regeln aufstellt und schaut, dass diese eingehalten werden“, meinte Rangnick. In Österreich habe er mit Ausnahme des Cup-Spiels der „Bullen“ am 31. Oktober 2012 in Kalsdorf keine ähnlichen Anfeindungen erlebt.

In Salzburger Club-Angelegenheiten werde er sich nicht mehr einmischen, versprach Rangnick. „Ich werde bei keinen Gesprächen mit neuen Spielern dabei sein und keine Entscheidungshoheit haben. Auch energetisch geht das nicht mehr, die Belastung ist zu groß. Auch jetzt bin ich schon in einem Verhältnis von 60:40 eher in Leipzig und ich habe das Gefühl, das müsste noch mehr sein.“

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Mit Rangnicks Abschied aus Österreich dürfte auch die Diskussion um das Liga-Format endgültig vorbei sein. Der Deutsche hatte sich des öfteren für eine Aufstockung der höchsten Spielklasse von 10 auf 16 Clubs ausgesprochen, war dabei aber auf breite Ablehnung gestoßen. „Vom Liga-Format her habe ich resigniert, weil es nichts bringt. Ich akzeptiere nur schwer ein Nein, aber das wird in nächster Zeit nicht passieren“, sagte Rangnick über eine mögliche Aufstockung.


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