Unicef fordert Verhandlungen mit IS auf staatlicher Ebene

Genf (APA/Reuters) - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hat Verhandlungen auf staatlicher Ebene mit der radikalislamischen IS-Miliz ...

Genf (APA/Reuters) - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hat Verhandlungen auf staatlicher Ebene mit der radikalislamischen IS-Miliz gefordert. Wenigstens zum Schutz der Kinder müsse die Politik solche Gespräche führen, sagte die Leiterin von Unicef in Syrien, Hanaa Singer, am Freitag in Genf.

Mit den einzelnen Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen lehne der Islamischen Staat (IS) jeden Dialog ab. Daher müssten sich Länder mit Einfluss in der Region einschalten und auf den IS Druck ausüben, um Zugang zu Millionen Bedürftigen in Gebieten zu erhalten, die die Miliz kontrolliere.

Am Vortag hatte Unicef auf die prekäre Lage gerade der Kinder in Syrien hingewiesen, wo die Zivilbevölkerung nicht nur unter dem brutalen Vorgehen der Islamisten, sondern auch unter einem Bürgerkrieg leidet. 5,6 Millionen Mädchen und Buben befinden sich dort demnach in einer akuten Notlage. Mindestens 10.000 Kinder wurden getötet, seit der Aufstand gegen Präsident Bashar al-Assad vor vier Jahren ausbrach. Hilfsorganisationen haben wiederholt beklagt, dass sie nur schwer oder teilweise gar nicht zu der notleidenden Bevölkerung vordringen können.

Der IS beherrscht seit vergangenem Jahr große Teile Syriens und des Irak. Er hat in der Region ein Kalifat ausgerufen und geht mit äußerster Brutalität vor.

~ WEB www.unicef.org ~ APA316 2015-03-13/13:22


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