Deutsche-Bahn-Chef kündigt „Angebotsoffensive“ gegen Fernbusse an

Berlin (APA/AFP) - Mit der für kommende Woche angekündigten Fernverkehrsstrategie will die Deutsche Bahn gegen die Billigkonkurrenz der Fern...

Berlin (APA/AFP) - Mit der für kommende Woche angekündigten Fernverkehrsstrategie will die Deutsche Bahn gegen die Billigkonkurrenz der Fernbusse mobil machen. „Wir starten eine große Angebotsoffensive“, sagte Konzernchef Rüdiger Grube der „Wirtschaftswoche“ vom Samstag. „Wir wollen mehr Reisende denn je auf die Schiene holen.“

Gleichzeitig investiere die Bahn in den nächsten drei Jahren rund 200 Millionen Euro, um „Komfortstörungen“ wie kaputte Toiletten und fehlerhafte Küchengeräte zu beheben, ergänzte Grube.

Wie die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Bahn-Kreise weiter berichtete, will der Konzern darüber hinaus die deutschen Bundesländer überzeugen, Geld für Fernzüge in der Fläche bereitzustellen. Im Gegenzug müssten sie weniger für Regionalzüge ausgeben. Vorbild ist dem Bericht zufolge der Intercity von Bremen nach Norddeich Mole, den Pendler zuschlagsfrei anstelle von Regionalzügen benutzen können. Letztere seien dafür aus dem Verkehr gezogen wurden.

Ähnliches ist demnach Ende des Jahres auf der Strecke zwischen Stuttgart und Zürich geplant, wo die Intercitys künftig häufiger verkehren und für Pendler mit Nahverkehrsticket zuschlagsfrei offen stehen sollen. Dafür erhalte die Bahn Geld aus den Regionalisierungsmitteln des Landes Baden-Württemberg.

Grube stellt am Mittwoch dem Aufsichtsrat die neue Fernverkehrsstrategie vor, mit der die Deutsche Bahn verlorene Marktanteile von der Fernbuskonkurrenz zurückerobern will. Am Donnerstag legt der Konzern seine Bilanz für das vergangene Jahr vor. Allein durch den Preiskampf der Fernbusse entgingen der Deutschen Bahn 2014 nach eigenen Angaben 120 Millionen Euro an Umsatz. Als eine Konsequenz daraus will der Konzern selbst mehr eigene Busse auf die Straße bringen.

~ WEB http://www.deutschebahn.com/de/ ~ APA111 2015-03-14/11:38


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