Fußball: Bayern nach CL-Gala souverän, Schalke mit Problemen

Bremen (APA/dpa) - David Alaba und Bayern München marschieren in der deutschen Fußball-Bundesliga weiter vorneweg. Trainer Pep Guardiola zei...

Bremen (APA/dpa) - David Alaba und Bayern München marschieren in der deutschen Fußball-Bundesliga weiter vorneweg. Trainer Pep Guardiola zeigte sich nach dem 4:0 über Werder Bremen am Samstag hochzufrieden. „Meine Mannschaft hat das sehr, sehr gut gemacht“, sagte der Spanier, dessen Truppe nach dem 7:0-Sieg in der Champions League auch im Ligaalltag konzentriert und ungefährdet aufspielte.

Obwohl mehrere Stars - Franck Ribery und Arjen Robben waren verletzt und Torwart Manuel Neuer wurde geschont - fehlten, hatte Werder nicht den Hauch einer Chance - so wie Goalie Raphael Wolf bei Alabas gefühlvollem Freistoßtreffer zum 2:0 kurz vor der Pause. „Das war ein verdienter Sieg, das ist klar“, musste Bremen-Coach Viktor Skripnik zugeben.

Er lobte aber auch das eigene Team: „Nur vier Tore gegen Bayern, das ist besser als sechs im Hinspiel.“ Für Guardiola wichtig dürfte nicht zuletzt das Comeback von Kapitän Philip Lahm gewesen sein, der nach seinem Kurzauftritt nach langer Verletzungspause zufrieden war: „Ich hatte keinerlei Probleme.“

Unzufrieden waren hingegen die Gastgeber, weil der Referee ein Tor von Fin Bartels in der 65. Minute wegen Sebastian Prödls Handspiel nicht anerkannte. Der ÖFB-Teamverteidiger, der wie Zlatko Junuzovic durchspielte, beklagte ein vorhergehendes Foul von Bayern-Verteidiger Jerome Boateng: „Er hat mich gezogen, ich war schon im Sinkflug, als der Ball an meine Hand kam.“ Für Junuzovic war das Ergebnis „bitter“, man hätte auch nach „guten“ ersten zehn Minuten zeigen müssen, „dass wir nicht Katz und Maus mit uns spielen lassen“.

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Während der FC Bayern nach der 7:0-Gala gegen Donezk mühelos in den Bundesliga-Alltag zurückfand, erhielt Schalke 04 von ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs nach der Sternstunde (4:3) bei Real Madrid einen Dämpfer. „Da braucht man nicht drumherumreden. Das ist bitter“, schimpfte 04-Manager Horst Heldt nach dem 2:2 bei Hertha BSC. Nach zwei Patzern von Jung-Torwart Timon Wellenreuther rettete Joel Matip nach Fuchs-Assist noch das Remis. „Dieser Punkt kann noch entscheidend sein“, meinte Trainer Roberto Di Matteo mit Blick auf den Kampf um einen Champions-League-Platz.

Wer bei Borussia Dortmund nach dem zuletzt gelungenen Aufstieg ins Tabellen-Mittelfeld von einem Europacupplatz geträumt hat, wurde durch die triste Nullnummer gegen den 1. FC Köln von Peter Stöger ernüchtert. „Wenn das Spiel für etwas gut war, dann dafür, dass wir gesehen haben, wie es nicht geht“, meinte BVB-Coach Jürgen Klopp frustriert.

Erst nach der Einwechslung des Ex-Salzburgers Kevin Kampl und Jakub Blaszczykowskis in der 61. Minute war Torgefahr erkennbar. Bei einer ähnlich schwachen Darbietung am Mittwoch gegen Juventus Turin droht das Aus in der Champions League.

Stöger wiederum war bester Laune, aller Abschlussschwäche der Stürmer zum Trotz. „Wir haben vor allen Dingen in der ersten Hälfte unsere Chancen liegengelassen, deshalb war heute nicht mehr drin. Aber wenn man bedenkt, was Borussia Dortmund zuletzt abgeliefert hat, haben wir das heute sehr, sehr gut gemacht“, sagte der Wiener.


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