Die dramatischen Tage um die Krim - Chronologie

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA203 vom 15.03.2015 muss es richtig heißen: 22. Februar (nicht: 20. Februar). Präsident Putin zufolge hat die Beratung am 22. Februar 2014 begonnen. Die dpa hat ihre Angaben korrigiert. --------------------------------------------------------------------- ~ Moskau (APA/dpa) - Vor einem Jahr spitzte sich die Krise um die 26.000 Quadratkilometer große, strategisch wichtige Schwarzmeer-Halbinsel Krim gefährlich zu. Sie hatte nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst zu Russland gehört, 1954 schenkte Sowjet-Führer Nikita Chruschtschow, der in der Ukraine aufgewachsen war, die Krim mit ihren rund zwei Millionen Einwohnern der damaligen Ukrainischen Sowjetrepublik.

Wichtige Ereignisse des Konflikts von 2014:

18. Februar: Die prowestlichen Massenproteste in der Ukraine schlagen in Gewalt um - auf dem Maidan in Kiew sterben Demonstranten und Sicherheitskräfte durch Schüsse.

21. Februar: Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch wird vom Parlament abgesetzt. Er flieht nach einem Zwischenstopp auf der Krim nach Russland.

22. Februar: Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Lage im Nachbarland Ukraine berät der russische Präsident Wladimir Putin in Russland bei einer Geheimsitzung im engsten Kreis über ein „Heimholen“ der Krim.

27. Februar: Russische Soldaten ohne Hoheitsabzeichen übernehmen auf der Krim die Kontrolle über den Regierungssitz, Parlament und den Flughafen in Simferopol. Moskau streitet den Einsatz eigener Soldaten ab und spricht von Selbstverteidigungskräften der Halbinsel. Putin räumt aber später die Anwesenheit der Einheiten - „im Hintergrund“ - ein.

1. März: Der russische Föderationsrat (zweite Parlamentskammer, Anm.) erteilt Putin die Vollmacht, im Ukraine-Konflikt offiziell die Armee einzusetzen. Putin nutzt die Erlaubnis nicht und gibt sie am 24. Juni zurück.

16. März: In einem umstrittenen und verfassungswidrigen Referendum stimmt eine Mehrheit der Bevölkerung der Krim für den Anschluss an Russland. Die proeuropäische neue Führung in Kiew und der Westen erkennen das Ergebnis nicht an.

18. März: Putin unterzeichnet mit der neuen prorussischen Führung aus Simferopol in Moskau einen Vertrag über den Beitritt der Halbinsel. Sie wird als Republik Krim Teil Russlands.

21. März: Nachdem das russische Verfassungsgericht und das Parlament zustimmen, erklärt Putin die Aufnahme als vollzogen. Die Regierung in Kiew und der Westen werfen Moskau Annexion vor. Die EU und die USA verhängten Sanktionen gegen Russland wegen der Annexion der Krim.


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