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Hall wird im Sommer zum musikalischen Tatort

TV-Ermittler Jan Josef Liefers ist Stargast beim heurigen Burgsommer Hall, der mit Tanz und Theater, bildender Kunst und viel Musik aufwartet.

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© Michael Zargarinejad

Von Michael Domanig

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Hall – „Im Burgsommer soll alles Platz haben“, erklärte der Haller Kulturstadtrat Hans Tusch bei der Präsentation des diesjährigen Veranstaltungsreigens in der Burg Hasegg. Das facettenreiche Programm (12. Juni bis 19. Juli) solle „Halls kulturelle Vielfalt abbilden“, meinte Bürgermeisterin Eva Maria Posch, es versammelt aber auch internationale Künstler.

Der Haller Gitarrist Martin Wesely und seine Caballeros eröffnen den Burgsommer am 12. Juni mit delikatem Saitenspiel, weitere Konzerte im Burghof bestreiten das Ensemble Conjunto de Tango (13. 6.) und die Brassband Fröschl Hall (19. 6.). Ein zweiter Schwerpunkt gilt dem Theater: Das Feinripp-Ensemble zeigt am 17. Juni sein rasantes Erfolgsstück „Die Bibel on tour“ – das angesichts der weltpolitischen Lage „an Aktualität gewonnen“ habe, wie Schauspieler Thomas Gassner meinte. Wobei er betont: „Wir sind kritisch, aber nicht blasphemisch.“ Am 26. Juni gibt es Kindertheater mit dem Kulturlabor Stromboli („Die Eine im Park“) und eine Uraufführung des Haller Theaterhaufens: „Der Stadtphysikus von Hall“, geschrieben von Traudl Lener und Andy Aigner, dreht sich um den Universalgelehrten Hippolyt Guarinoni und ist bis 19. Juli im Innenhof der Burg zu sehen. Ebendort lässt die Bindertanzgesellschaft am 20. Juni eine 700 Jahre alte Form der Volks(tanz)kultur wiederaufleben, die auf die Tradition des Fassbindens in Hall zurückgeht.

Auch die bildende Kunst findet im Burgsommer Platz: Am 25. Juni lädt ubuntu, die Kulturinitiative von SOS-Kinderdorf, zur Eröffnung der Ausstellung „SOS-Edition“ mit Arbeiten internationaler Künstler (im Museum Münze Hall). Im kleinen Innenhof der Burg steigt das ubuntu-Sommerfest mit einem A-cappella-Chor aus Simbabwe.

Höhepunkt des Burgsommers ist das Gastspiel von „Tatort“-Star Jan Josef Liefers, der am 28. Juni jedoch nicht als Schauspieler, sondern als Bandleader zu erleben ist. Die Formation Radio Doria, die in Deutschland Hallen füllt und für den Echo nominiert wurde, gibt in Hall ihr Österreich-Debüt – und zwar nicht im Burghof, sondern im Hofratsgarten. Dieser fasst 700 bis 1000 Besucher – und wurde laut Stadtrat Tusch „noch nie in dieser Form genutzt“.

Das Budget des Burgsommers beläuft sich auf rund 40.000 Euro, wobei die Stadt Hall 15.000 Euro beisteuert. Der Rest wird über Landessubventionen und Privatsponsoren aufgebracht. Das Liefers-Konzert allein kostet 42.000 Euro, die laut Tusch über zusätzliche Sponsoren und die Eintritte finanziert werden.

Neues gibt es vom – ebenfalls in der Burg Hasegg situierten – Haller Stadtmuseum zu vermelden: Im Herbst oder Winter soll in den adaptierten Räumlichkeiten eine „Oral History“-Ausstellung zur Geschichte des Salzes und der Saline Hall stattfinden, berichtete BM Posch. Weitere Schritte zur Reaktivierung des jahrelang geschlossenen Museums sollen folgen – etwa temporäre Ausstellungen zu ausgewählten Objekten wie dem berühmten Waldauf-Altar.


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